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Schule – es wird ernst!

26. Januar 2012

Schon letztes Jahr habe ich alles dafür getan, um auf einer Abendrealschule meine Abschlüsse nachholen zu dürfen. Leider sollte es in Bonn nicht klappen. Nach den bestandenen Einstufungstests bekam ich das Angebot: 17 – 22 Uhr, der Abendkurs. Ich musste ablehnen. Selbst wenn ich mich hätte auf den Liebsten verlassen können (der ja aber öfter im Sauerland war um neben dem Studium zu jobben), wären diese Zeiten einfach nicht in Frage gekommen. Ich hätte die Prinzessin ausschließlich morgens vor dem Kindergarten gesehen – das war keine Option.
Die Vormittagsplätze waren überlaufen, so blieb mir nichts anderes übrig, als es an der Stelle zu lassen.

Nach unserem Umzug ins Sauerland habe ich mich gleich umgesehen und eine Wahl getroffen. Ein Kolleg in Siegen. Nach der Bewerbung wurde ich vor einigen Wochen zur Aufnahmeprüfung eingeladen. Da mir die mittlere Reife (aus div. teils selbstverschuldeten, teils unmöglichen Umständen, die hier nicht näher aufgeführt werden) fehlte, musste ich diese Prüfung bestehen, um aufgenommen zu werden.
Meine Nervosität war grenzenlos. Dank Prüfungsangst konnte ich die Nacht vorher nicht schlafen und habe auch in der Prüfung meine Schwierigkeiten gehabt.
Habe ich vorher noch gedacht, dass ich in Deutsch alles hinbekomme, in Englisch die Hälfte und in Mathe nichts kann, so hat sich meine Meinung nach der Prüfung geändert. Deutsch empfand ich als absolut heftig. Mathe war in Ordnung und Englisch fand ich total einfach. So kann man seine Meinung ändern.  :grin:
Nach einem nervösen Wochenende sollte ich mein Ergebnis erfahren. Ehrlich gesagt habe ich nicht mit einer Aufnahme gerechnet. Ich ging davon aus, dass ich mind. noch zur mündlichen Prüfung eingeladen werde, oder aber gleich abgelehnt werde. Innerlich habe ich mich darauf vorbereitet ein Semester nur mit Lernen zu verbringen. Doch die Dame am Telefon sagte mir gleich, dass das alles nicht nötig ist, wir sehen uns am 01. Februar um 8.00 Uhr.

Aufahmebestätigung Kolleg

Ich kann es eigentlich immer noch nicht so recht glauben, auch wenn der Papierkram zum Thema bereits erledigt ist.
Ich soll also wirklich wieder zur Schule dürfen? WOW!
Das gibt natürlich viele weitere Überlegungen.
Mir fiel das lernen immer schon sehr leicht. In Klasse 1-3 habe ich meistens mit Abwesenheit geglänzt, war aber dennoch immer gut genug um nicht zurück gestuft zu werden. Auch in der Weiterführenden Schule wurde es nicht besser. Dank diverser Brüche, Krankheiten und Verletzungen fehlte ich häufig. Das heftigste Halbjahr war mit um die 260 Fehlstunden im Zeugnis. Ich habe nie Hausaufgaben gemacht, nie gelernt und hatte dennoch einen Schnitt von 1,X. Meinen Abschluss habe ich auch nicht sonderlich schlecht gemacht.
Geblendet von dem Erfolg ohne etwas dafür tun zu müssen dachte ich, dass das auch in der Ausbildung schon gehen wird. Tat es auch. Eine Zeit lang. Mein Geheimnis in diesem Punkt ist ein ganz einfaches: Im Unterricht aufpassen. Ich lerne schnell und merke mir die Dinge in der Regel sofort. Voraussetzung ist aber das Aufpassen. Das hab ich in der Berufsschule gänzlich unterlassen. Durch einen 2. nächtlichen Job war ich ständig müde, schlief also oder träumte im Unterricht.
Zum Ende der Ausbildung kamen viele persönlichen Probleme hinzu, doch ich habe die Prüfung geschafft.

Dieses Verhalten muss ich nun natürlich gänzlich überdenken. Ich muss aufpassen, zuhören, lernen und Hausaufgaben machen. Das wird eine enorme Umstellung. Wie lernt man denn? Sowas habe ich nie machen müssen und werde wohl erst einmal das Lernen lernen müssen.
Aber ich bin optimistisch. Schon so lange, wollte ich unbedingt das Abitur nachholen und jetzt bekomme ich diese Chance wirklich! Die muss und werde ich nutzen und freue mich auf den 01. Februar. Nervös bin ich auch, keine Frage, aber die Freude überwiegt. :smug:

Eltern-Kind-Blogparade: Aufgabe 2

25. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade LogoDas 2. Thema der Eltern-Kind-Blogparade ist “Wie alles begann – Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit”.

Als ich 2004 von der Schwangerschaft erfuhr, war ich 17 Jahre alt, kurz vor meinem 18. Geburtstag und absolut geschockt. Im August 2003 habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel begonnen. Im April 2004 erfuhr ich von besagter Schwangerschaft. Allerdings auch erst in der 16. Schwangerschaftswoche – ein weiterer Schock.
Zu dieser Zeit damals hatte ich meine Menstruation recht unregelmäßig. Mal waren 8 Monate dazwischen, dann nur 4 und dann wieder 6 Monate. Bin ich anfangs noch jedes mal in Panik ausgebrochen, so hat sich das nach einiger Zeit gelegt.
So dachte ich mir auch bei dieser “Pause” nichts dabei. Im November hatte ich meine Menstruation. Im April war ich zur Vorsorgeuntersuchung da, die Frauenärztin machte einen Schwangerschaftstest und zeigte mir, nachdem sie mich darüber informiert hatte, was da in mir wuchs. Ich weiß noch, wie ich sagte “Oh, ist DAS das Baby, so groß schon?” und sie antwortete “Das Baby? Nein, das ist der Kopf des Babys!”.
Ich war schockiert, konnte es gar nicht glauben und freute mich dann am Ende doch – natürlich.
Leider habe ich die Schwangerschaft nicht wirklich genießen können. Ich nahm viel zu, bekam dann im 6. Monat die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes und musste gegen Ende über 40 Einheiten Insulin spritzen.
Hinzu kam, das ich mich in meinem Körper unwohl fühlte. Ich zog nur labbrige Sport-Klamotten an, traute mich nicht den Bauch zu zeigen und versteckte mich, so gut es eben ging.
Die Namenswahl war natürlich auch nicht sonderlich einfach. Es gab einige Varianten mit ihrem jetzigen Erstnamen. Den Zweitnamen hätte ich besser überdenken sollen. Damals sollte er eigentlich “Celine” lauten, doch ihre Cousine kam drei Wochen vorher auf die Welt und bekam einen ähnlich klingenden Namen. Das wollte ich nicht, also suchte ich nach anderen Namen, welche auf “n” (zumindest gesprochen) endeten. Ihr Name gefällt mir nach wie vor, nur die Schreibweise hätte ruhig eine einfachere sein können.

Kurz vor Schluss hatte meine Frauenärztin jedenfalls den Verdacht auf eine Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) und ich musste ins Krankenhaus. Die Herztöne des Babys waren schlecht, meine ebenfalls. Ich hatte Wassereinlagerungen. Im Krankenhaus wurde entwarnt und ich durfte für die letzte Woche noch einmal nach Hause.
Lange bevor es soweit war, stand fest, dass die Geburt eingeleitet werden muss. Das Baby hatte einen zu großen Bauchumfang, die Plazenta verkalkte – also gab es einen Termin zur Einleitung der Geburt.
An diesem Tag war ich total nervös. Heute sollte ich also Mama werden, mein Baby in den Armen halten? Das war total unwirklich.
Das zuerst gelegte Gel brachte nichts, 24 Std. Wehen völlig umsonst. Erst nach weiteren 12 Stunden, einem Wehentropf, einer PDA und einem anschließendem Not-Kaiserschnitt war meine kleine Prinzessin da. Die erste Nacht im Krankenhaus war einfach wundervoll. Auch wenn es mir nach der OP nicht sonderlich gut ging und ich anfangs nur noch schlafen wollte, konnte ich es einfach nicht. Ich lag die ganze Nacht da und habe dieses kleine, wundervolle Geschöpf angesehen und mir versucht vorzustellen, dass ICH nun die Mama dieses kleinen Mädchens bin. Ein unglaubliches Gefühl.
Nachdem ich dann 4 Tage im Krankenhaus verbrachte und es der Prinzessin wunderbar ging, wollte ich nach Hause. Das Krankenhaus sagte mir nicht zu, ich fühlte mich nicht wohl. Auf eigene Verantwortung ging ich dann, besorgte mir eine Nachsorge-Hebamme und war dann mit dem Baby daheim. Bei der Babypflege geriet meine Gefühlswelt aus den Fugen. Der Babyblues, wie ich später erfuhr. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: Das kleine Geschöpf brauchte eine neue Windel. Ich wickelte sie grade, da überkam es mich “Oh Gott, und DAS musst Du nun die nächsten 18 Jahre machen?! Schaffst Du das? Was, wenn nicht?”.
Nach anfänglichem Zögern und übervorsichtigem Handhaben mit der Prinzessin hat sich aber alles eingespielt. Sie war ein unkompliziertes Baby, wie sie auch jetzt ein unkompliziertes Kind ist. Sie schlief zwar nicht viel, aber immer mal wieder 10-20 Min. zwischendrin. Recht früh hatte sie einen Schlafrhythmus (Abends um 18 Uhr Schlafenszeit), ihr eigenes kleines Ritual und war einfach wunderbar. Mit 3 Monaten kamen die ersten beiden Zähne, mit 6 Monaten fremdelte sie und mit 10 Monaten fing sie an zu Laufen.
Mit fast 2 Jahren kam sie zu einer lieben Tagesmutter, welche sie betreute, während ich meine Ausbildung fortsetzte. Mit 3 Jahren zogen wir nach Bonn und sie besuchte eine Kindertagesstätte. Mit 4 Jahren wechselten wir die Einrichtung. Mit 6 Jahren kam sie in eine Vorschulgruppe in einem neuen Wohnort und wurde schließlich mit 7 Jahren eingeschult.

Eltern-Kind-Blogparade: Aufgabe 1

24. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade LogoWie ich ja bereits gestern ankündigte, nehme ich an der Eltern-Kind-Blogparade teil.
Nun also zum ersten Thema:
Eine Vorstellung soll her. Ein bisschen etwas über sich, die Familie und das Kind/die Kinder erzählen.
Ein seichter Einstieg also, für jeden machbar. :smile:

Mein Name ist Tanja, ich blogge seit August 2011 unter dem Pseudonym “Alltagsheldin”. Vorher hatte ich einen anderen Blog, also ein Neuling bin ich nicht ganz.
Ich bin 25 Jahre alt und komme ursprünglich irgendwo aus dem Rheinland. Mitte 2011 bin ich dann aber mit dem Liebsten und der Prinzessin ins Sauerland umgezogen. Wir wohnen mit im Haus seiner Großmutter, direkt nebenan wohnen seine Eltern.
Ich selbst habe keine Familie mehr. Meine Eltern sind bereits früh verstorben. Meine 5 Brüder und meine Schwester waren mir zwar immer wichtig, doch mit der Zeit verändert sich das Leben und man findet häufig einfach keine Zeit, um in Kontakt zu bleiben. Lediglich zu Geburtstagen, an Weihnachten und zum Jahreswechsel meldet man sich mal gezielt. Ansonsten ließt man hier und da Neuigkeiten bei Facebook (bei den Größeren zumindest), das war’s dann aber auch schon.
Mit “keine Familie” ist nicht gemeint, dass es da niemanden mehr gibt. Da gibt es viele viele Menschen, mit denen ich Dank Blutsband verwandt bin, doch eine emotionale Bindung besteht nicht. Bestand nie. Und wird auch nie bestehen können.

Ich habe eine wundervolle 7jährige Tochter – hier unter Prinzessin zu finden. Geboren im September 2004 geht sie seit 2011 in die Schule. Hätte ich sie vor 6 Monaten noch als schüchtern und zurückhaltend beschrieben, so ist sie heute das genaue Gegenteil. Sie hat schnell Freundschaften geschlossen, genießt innerhalb ihrer Klasse wie auch in der OGS eine recht hohe Beliebtheit, verabredet sich ständig mit anderen Kindern, hat einige Hobbys, die sie mit Begeisterung (Tanzen, Flöten, Sport, Lesen) ausübt und ist ziemlich gut in der Schule. Sie ist gut erzogen, verhält sich meist höflich, weiß aber auch ganz genau was sie will. Sie ist morgens ein Strahlekind, obwohl sie – wie übrigens auch ich – ein totaler Morgenmuffel ist. Sie braucht ein ganzes Weilchen, um morgens in die Gänge zu kommen. Doch ist sie einmal in Fahrt, bremst man sie nicht so schnell. Sie legt viel Wert auf ihr aussehen. Was sie trägt bestimmt sie, was morgens oftmals zu Reibereien führen kann, denn auch bei -5°C würde sie ganz locker in einem Sommerkleidchen aus dem Haus gehen. Hauptsache hübsch anzusehen. Ab und an lasse ich sie diese Erfahrungen gar machen, mit den besten erzieherischen Ergebnissen. Neuerdings wird gefragt ob und wie kalt es draußen ist.
Sicher, es gibt auch Dinge, die nicht ganz so optimal sind. Einen kleinen Wutkopf hat sie. Trotzig ist sie auch oft. Häufig fängt sie bereits bei Kleinigkeiten an zu weinen (“Mama, der Deckel meines Faserschreibers ist weg – wuääääh!”). Sie isst sehr wenig und dann auch nur ausgewählte Speisen – das treibt mich in den Wahnsinn.
Im Allgemeinen bin ich aber absolut stolz auf die Prinzessin – wie Eltern es bei ihren Kindern wohl immer sind, da mache ich mir nichts vor. Sie ist gut so, wie sie ist. Mit den guten, wie auch mit den weniger guten Eigenschaften.

Zu guter letzt, noch ein sehr wichtiger Mensch in unserem Leben: der Liebste. Er ist 25 Jahre alt, Student der Biologie und der absolut wunderbarste Mann, den ich mir vorstellen kann. Wir kennen uns bereits seit über 10 Jahren und waren schon in unserer Pubertät ein Paar. Die Prinzessin liebt und vergöttert ihn. Ebenso wie ich.

Der biologische Vater der Prinzessin war mein 1. Freund. Aus unserer 5 Jahre andauernden Beziehung ging die Prinzessin hervor. Die Prinzessin liebt ihren Vater, möchte ihn möglichst häufig sehen und ich versuche ihr das natürlich so weit es geht zu ermöglichen. Leider ist unser Verhältnis alles andere als Freundschaftlich, sodass es häufig zu Streitigkeiten kommt.
Ich hoffe allerdings, dass wir irgendwann – trotz allem – einfach nur die Eltern dieses wunderbaren Kindes sein können werden, ohne in die Vergangenheit zu blicken und die persönlichen Differenzen beilegen werden.

Das war’s. Familie Alltagsschrott und alles Wichtige im Schnelldurchlauf.  :smile:

Wenn krank, dann richtig!

20. Oktober 2011

Ich bin ein Mensch der eigentlich mit ganz guten Abwehrkräften gesegnet ist. Krank werde ich nur selten, doch wenn, dann erwischt es mich gleich richtig.
In der Regel geschieht das etwa 1x im Jahr. Und dann ist es eine Mandelentzündung. Mein “gesundes Jahr” war schon im Februar rum und ich wunderte mich, wollte aber auch nicht meckern. Doch letzte Woche, da hat es mich dann doch noch erwischt.
MedizinIch wachte mit Halsschmerzen auf, ignorierte sie aber erstmal. Wir frühstückten, brachten die Prinzessin zur Schule, der Liebste fuhr zur Uni und ich machte mich an den Haushalt. Gegen Mittag war ich fertig, nicht nur mit dem Haushalt. Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Fieber. Schüttelfrost. Schwitzattacken. Das volle Programm.
Ich legte mich auf die Couch, stellte meinen Laptop auf den Wohnzimmertisch und  schaute Dr. House – im TV läuft ja eh nichts.
Nachmittags musste ich dann noch den Liebsten vom Bahnhof abholen, was weder einfach noch besonders angenehm war.
Den Rest des Tages verbrachte ich mit House schauen und schlafen.
Am Dienstag wäre ich eigentlich dran gewesen die Kinder zu ihrem Schwimmkurs zu fahren, doch daran war nicht zu denken. Da der Liebste aber nicht jeden Tag Uni hat, war dies zum Glück kein Problem und er übernahm meinen Fahrdienst. Auf dem Rückweg brachte er mir dann auch noch diverse Medizin mit. Überhaupt hat er sich hier während meiner Krankheit ganz lieb um alles gekümmert. Von Kleinigkeiten wie den Frühstückstisch decken, der Prinzessin ihr Schulbrot schmieren und Kochen bis hin zu meinem Fahrdienst und allen möglichen anderen Dingen.
Ich wüsste gar nicht, wie ich das ohne ihn geschafft hätte ♥

Dr. HouseAm Mittwoch jedenfalls wurden die Halsschmerzen weiterhin schlimmer, statt besser. Im Spiegel konnte ich meine Mandeln sehen und auch das atmen wurde schwierig. Ich ging dann also doch zum Arzt. Dieser diagnostizierte eine eitrige Mandelentzündung und verschrieb mir Penicillin. Seit Freitag geht es mir nun deutlich besser und ich nehme wieder aktiv am Leben teil.
Seit Sonntag kränkelt nun aber der Liebste vor sich hin. Und auch die Prinzessin hat einen hartnäckigen Schnupfen. Darüber hinaus hat Miss BamBam seit Vorgestern eine Mittelohrentzündung und musste den Schwimmkurs abbrechen. Doppelt schlimm für die arme Maus. Herr Schwiegerdrache hat auch eine Mandelentzündung. Und als wäre das nicht genug, bahnt sich bei mir nun auch noch ein Magen-Darm-Virus an. Lediglich Lady Gagga und Frau Schwiegermonster sind bislang verschont geblieben.

Unser Krankenlager jedenfalls ist voll eröffnet.

(Das einzig Positive ist, dass ich während meiner Krankheitstage 4,9 kg abgenommen habe – glaube aber noch nicht so recht an den Erfolg und gehe davon aus, dass das nicht einfach weg bleibt – mal sehen)

Gesünder, fitter, besser!

08. Oktober 2011

Seit ich denken kann, habe ich mit meiner Figur zu kämpfen. Schon als ich ein Kind war, bin ich moppelig gewesen. In der Pubertät hat das nachgelassen, doch richtig zufrieden war ich mit meiner Figur nie. Als ich damals mit dem Liebsten zusammen war – immerhin sind bereits über 10 Jahre vergangen – bin ich auch sehr unzufrieden gewesen. Ich hab – neben dem Alkohol, den wir jedes Wochenende zu uns genommen haben – fast nur noch Salat gegessen. Jeden Abend hab ich Sit-Ups und Liegestützen gemacht und wenn mich jemand nach meinen Gewicht fragte, habe ich mich 2-3 kg leichter geschummelt. Heute kann ich darüber nur noch lachen. Würde ich jetzt 68 kg wiegen, wäre ich ziemlich glücklich.
Bislang habe ich einige Diäten durchprobiert, doch selten hat sich wirklich nennenswert etwa getan. Die Disziplin und das Durchhaltevermögen reichten selten länger als ein bis zwei Wochen aus, sodass sich wenig getan hat.
Mein bislang größter Erfolg waren 10 kg in einem Monat. Ohne Jo-Jo-Effekt. Allerdings habe ich zu dieser Zeit so gut wie nichts gegessen. 1/2 Scheibe Graubrot am Tag, heute würde ich das nicht mehr schaffen. Ich brauche Power für den Tag, denn dieser ist stressig, nervenaufreibend und fordernd.

Sportschuhe ReebokAm 19. September hatten der Liebste, Frau Schwiegermonster und ich einen Termin in dem Fitness-Center, in dem die Mädels auch Tanzen gehen. Probetraining. Eine Woche später hatten wir den 2. Termin und daraufhin haben wir uns angemeldet und den Vertrag unterschrieben.
Das ist keine Schnappsidee, ins Fitness-Center wollte ich schon immer. Nach der Geburt der Prinzessin fehlte die kinderfreie Zeit. Später war ich mit Ausbildung, Nebenjob, dem Kind und dem Haushalt auch sehr gut ausgelastet. Dann wieder fehlte das Geld. Und eine Begleitung. Nun ist alles da. Zeit. Geld. Trainingspartner. Motivation.

Natürlich mache ich mir nichts vor, vom Sport alleine bekomme ich keine Topmodel-Figur. Will ich aber auch gar nicht. Ich setze mir kein Zielgewicht. Ich will gesünder leben. Fitter werden. Mit der Prinzessin Dinge machen, die ich jetzt zwar kann, wofür mir aber Ausdauer fehlt. Außerdem ist es mir oft peinlich. Z.B. wollen wir nächstes Jahr nach Frankreich. Dort wird viel geklettert und ich liebte dies schon damals, mit 15 und würde es unheimlich gerne wieder machen. Mit meiner Figur traue ich es mich aber nicht. Ich habe immer das Gefühl alle gucken. Verurteilen mich. Ich weiß dass das nicht unbedingt der Fall ist, aber es fühlt sich so an und das reicht um mich zu Demotivieren.

SalatNun haben wir einen straffen Plan. Dienstag, Donnerstag und Samstag wird trainiert. 30 min. Ausdauer, der Rest Krafttraining. Ab 15 Uhr gibt es kaum bis keine Kohlenhydrate mehr. Was in der Praxis bedeutet, dass es bei uns zum Abendbrot für den Liebsten und mich nur noch Salat gibt.
Der Liebste will auch abnehmen. Was und wo genau verstehe ich zwar nicht, aber er muss es wissen.  :smile: Ich jedenfalls habe so meinen Trainingspartner und kann endlich schauen, dass ich meinem Ziel näher komme.

Einen weiteren Grund für den Sport gibt es bei mir auch noch: Ich habe das Rauchen aufgegeben.
Nachdem ich bereits über 6 Monate gar nicht mehr geraucht habe, war ich so dämlich es wieder “hier und da” zu machen. Am Ende war ich wieder vollwertiger Raucher und habe mich sehr darüber geärgert.  Immer wieder habe ich versucht es sein zu lassen, doch durch Stress (und andere Ausreden) habe ich es nicht geschafft.
Eines Sonntags wachte ich auf, rauchte meine Zigarette und sagte mir: Das war die Letzte. Ich mag nicht mehr. Und so war es dann auch. Seitdem hab ich keine mehr geraucht. Manchmal fehlt es mir, meist geht es aber und ich bin ganz froh nicht mehr so zu stinken.   :wink:

Jetzt jedenfalls möchte ich einen neuen, gesünderen Weg einschlagen. Seit 2 Wochen gibt es 3x wöchentlich Sport, keine Zigaretten und ab 15 Uhr keine Kohlenhydrate mehr. Ich bin gespannt wie es funktionieren wird und werde hier in unregelmäßigen Abständen Berichten.

 
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