…und dann wird das Kind krank…
04. November 2012Unser Tag ist zu 99% klar durchstrukturiert und -organisiert. Spontanitäten sind weniger möglich, denn der Zeitplan ist eng.
An diesem vergangenen – zur Abwechslung sehr langen – Wochenende war ein wenig Freizeit möglich. Endlich. Ich hatte Freitag einen Brückentag, die Prinzessin hatte Schule mit anschließendem Papa-Wochenende. So konnte eine ganz große Ausnahme passieren: Ich war mit ein paar Leuten aus meiner Klasse unterwegs. Ein Highlight. Freitag ging es schon um 12 Uhr mit dem Zug nach Köln, von dort nach Düsseldorf. Um 23 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Und es war schön. Sehr sogar.
Samstag hatte dann eine absolute ♥-Freundin Geburtstag, wo der Liebste und ich auch unbedingt hingehen mussten. Ich hab den Liebsten dann in meiner Lieblingsstadt eingesammelt und wir sind zum Geburtstag aufgebrochen. Dort haben wir dann auch übernachtet und heute die Prinzessin beim Papa abgeholt.
Soweit war alles gut. Doch als ich die Prinzessin heute in den Arm schloss war schnell klar, dass da etwas nicht stimmt. Blass. Schlapp. Ruhig. So ist mein Kind nicht. Normalerweise. ER berichtete dann auch, dass sie am Freitag gebrochen und heute noch nichts gegessen hat. Dort ging Magen-Darm um. Sie klagte auch über Übelkeit, Bauchweh und allgemeines Unwohlsein.
Und da stehe ich nun. Was mache ich morgen mit meiner kleinen Prinzessin, wenn es ihr nicht gut genug geht? Grundsätzlich kann ich in der Schule fehlen. Tue ich selten – na klar – aber in so einem Fall wäre das unumgänglich.
Doch was mache ich, wenn eine Klausur ansteht? Rein zufällig so, wie morgen. Der “Kind-krank-Krankenschein” greift hier nicht, nur ein “gelber Zettel” erlaubt es mir die Klausur nachzuschreiben. Den bekomme ich aber nicht, wenn nicht ich krank bin. Wenn es der Prinzessin morgen schlecht geht, kann ich sie nicht in die Schule bringen. Der Liebste ist aktuell Tutor in einem Kurs, kann da eben auch nicht fehlen. Sonst kann ich sie nirgends hinbringen, denn wenn es Magen-Darm ist, besteht ja auch noch eine Ansteckungsgefahr. Das möchte ich auch niemandem zumuten.
Tja, und nun? Ich stehe zwischen der Gesundheit meines Kindes und der Schule.
Erscheine ich nicht zum Klausurtermin, wird diese mit “ungenügend” gewertet und ich falle in dem Fach durch. Damit muss ich auch das ganze Semester wiederholen.
Doch mein Kind krank in die Schule bringen, das geht auch nicht.
Sie hat heute Abend Zwieback, Banane und einen Kamillentee mit Honig gehabt und ist mit einer Wärmeflasche ins Bett gegangen. Auch berichtete sie, ihr sei nicht mehr schlecht und es ginge ihr besser.
Ich hoffe, dieser Spuk ist morgen vorbei und alles ist beim Alten…







Bisher sind wir von diesen ekligen Krabbeltierchen verschont geblieben. Die Prinzessin ist nun seit gut 6 Jahren in Fremdbetreuung (Tagesmutter, Kindergarten, OGS) und egal wann und wo die Läuseplage umherging, wir wurden verschont.



Am Mittwoch jedenfalls wurden die Halsschmerzen weiterhin schlimmer, statt besser. Im Spiegel konnte ich meine Mandeln sehen und auch das atmen wurde schwierig. Ich ging dann also doch zum Arzt. Dieser diagnostizierte eine eitrige Mandelentzündung und verschrieb mir Penicillin. Seit Freitag geht es mir nun deutlich besser und ich nehme wieder aktiv am Leben teil.
Am 19. September hatten der Liebste, Frau Schwiegermonster und ich einen Termin in dem Fitness-Center, in dem die Mädels auch Tanzen gehen. Probetraining. Eine Woche später hatten wir den 2. Termin und daraufhin haben wir uns angemeldet und den Vertrag unterschrieben.
Nun haben wir einen straffen Plan. Dienstag, Donnerstag und Samstag wird trainiert. 30 min. Ausdauer, der Rest Krafttraining. Ab 15 Uhr gibt es kaum bis keine Kohlenhydrate mehr. Was in der Praxis bedeutet, dass es bei uns zum Abendbrot für den Liebsten und mich nur noch Salat gibt.
Ich jedenfalls habe so meinen Trainingspartner und kann endlich schauen, dass ich meinem Ziel näher komme.














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