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Muttertag

15. Mai 2012

Muttertag, eigentlich ein Tag wie jeder andere bei uns. Ich lege nicht sonderlich viel Wert auf solche künstlichen Feiertage. Ich brauche keine Geschenke oder besonders gutes Benehmen von der Prinzessin.
Doch – natürlich – wurde in der Schule etwas zum Thema gemacht und die Prinzessin war ganz aufgeregt. Ein Geschenk habe sie für mich gemacht. Und ein Gedicht gelernt. Berichtete sie.
Und Sonntag morgen, da kam sie dann um die Ecke. Mit dem herzallerliebsten Gedicht. Und dem süßen Geschenk. Einen ganz dicken Kloß im Hals hatte ich. Und ein paar Tränchen musste ich dann auch ganz fix wegwischen…

Mama, Du bist warm
 und in Deinem Arm
 ist es ja so weich
 wie im Himmelreich.
Mama, Du bist wunderbar.
 Meine Träume werden wahr,
 wenn Du zärtlich "Mausi" sagst
 und mir zeigst, dass Du mich magst.
Keine gibt es auf der Welt,
 die mir so wie Du gefällt.
 Mama, Du bist mir ungeheuer
 lieb und teuer.
Bist Du wütend meinetwegen,
 braucht mich das nicht aufzuregen,
 denn ich weiß, wie Mütter sind:
 Jede Mutter liebt Ihr Kind.
Lesebuch der 2. Klasse

Eigentlich sollten die Kinder wohl den ersten Vers lernen, aber die Prinzessin fand das ganze Gedicht so schön und hat das gleich vollständig gelernt. Ich jedenfalls habe mich ganz wahnsinnig gefreut.

Und da das Wetter an besagtem Sonntag so schön war, haben wir Miss BamBam und die Prinzessin mitgenommen und waren einen Kaffee trinken (Kakao & Schorle für die Kids), haben Mini-Golf gespielt, waren Tretboot fahren und am Ende gab es dann noch ein Eis für jeden.
pictures
Ein toller Tag.  ❤

Die Prinzessin in der 2. Klasse

09. Mai 2012

Vereinfachte Ausgangsschrift - Schreibschrift

Seit Anfang Februar ist die Prinzessin nun in der 2. Klasse. Schon bei der Einschulung ergab sich, dass der Direktor erwähnte, dass ein Überspringen eventuell nötig werden könnte, da die Prinzessin sehr weit sei. Seitdem habe ich mir Gedanken darüber gemacht und gehofft, dass ich diese Entscheidung nicht treffen muss.
Ende Januar gab es dann aber einen Vermerk im Heft, die Lehrerin wolle mit mir über die weitere schulische Laufbahn der Prinzessin sprechen. Direkt war mir klar, worum es gehen muss und ich überlegte hin und her und hatte schreckliche Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Zum Termin ging ich mit dem festen Vorsatz “nein” zu sagen. Doch die Argumente der Klassenlehrerin waren einleuchtend und absolut überzeugend. Sie sprach davon, die Prinzessin würde sich langweilen, Aufgaben erst nach weiterem Ermahnen erledigen, den anderen Kinder viel zu viel helfen, stören und teilweise fast schlafen.
So trug es sich dann zu, dass sie 2 Tage später in die 2. Klasse ging. Der erste Tag war wie eine erneute kleine Einschulung. Sie war nervös und ein richtiges kleines Nervenbündel. Doch am Ende des Schultages war sie total glücklich und wollte unbedingt weiter in die 2. Klasse gehen. Die Entscheidung habe ich mit der Prinzessin durchgesprochen und wir hatten ausgemacht, dass sie zunächst einmal für nur 2 Wochen in die 2. Klasse käme. Das Ganze erweitert auf 2 Monate, würde erst dann die endgültige Entscheidung fallen.
Die 2 Monate sind schon seit einem Weilchen vorbei, die Prinzessin fühlt sich wohl und es ist undenkbar sie wieder in die 1. Klasse zu schicken. Von einer sehr guten Erstklässlerin ist sie zu einer der besten Zweitklässlern ihrer Klasse geworden.
Kürzlich gab es einen Elternsprechtag, bei dem ich erfuhr, dass sie sich durchweg positiv verhält. Die Zeugnisnoten sehen bislang auch gut aus.  In Lesen bekommt sie eine 1 (was sie aber noch nicht weiß), in Deutsch und Mathe stehen die Noten noch nicht fest, da noch einige Klassenarbeiten anstehen. Hier sehe ich aber keine Probleme. In Deutsch hat sie bislang 2 Einser und eine zwei geschrieben. In Mathe gleich in der 2. Woche eine drei – was ich in Anbetracht der Umstände absolut in Ordnung finde. Morgen steht die nächste Mathearbeit an und wir lernen aktuell täglich ein bisschen. Sie macht oft Flüchtigkeitsfehler, worüber sie sich dann sehr ärgert. Z.B. rechnet sie mit dem falschen Rechenzeichen. Wenn eine Aufgabe 8:2 lautet, rechnet sie 8×2 – ist natürlich ärgerlich, aber so langsam wird das auch besser.

Natürlich musste (und muss) sie eine ganze Menge nachholen. In Mathe fehlte ihr der 10er-Übergang, das Rechnen bis 100 und einige Rechentechniken. In Deutsch die grundlegenden Wortarten (Nomen, Verben und Adjektive) und die vereinfachte Ausgangsschrift (Schreibschrift). In Englisch einige grundlegende Vokabeln.
Anfangs bedeutete das viel Nacharbeit, besonders in Mathe und Deutsch. Nach der Schule haben wir fast täglich gelernt, doch es hat sich gelohnt. Mittlerweile müssen nur noch hier und da Vokabeln gelernt werden. Den Rest hat die Prinzessin nachgeholt und ist absolut froh und glücklich in der 2. Klasse.
Sie fühlt sich wohl, ist in allen Fächern gut und steht überall mindestens zwei.
Ich staune immer wieder, was mein kleiner Schatz alles kann. :luv:

Happy 26th Birthday to me

05. Mai 2012

Ein Jahr ist wieder vorbei und ich feiere heute meinen 26. Geburtstag. Wie die Zeit vergeht…
Aus Geburtstagen hab ich mir noch nie was gemacht, das ist auch dieses Jahr so. Aber es gibt Kaffee & Kuchen heute Nachmittag. Für alle die kommen mögen.
Die Prinzessin ist dieses Wochenende bei ihrem Papa, ihr werden wir ein Stück Kuchen aufheben. Zwar hätte ich es eigentlich schön gefunden, wenn sie auch da gewesen wäre, aber sie war schon so lange nicht mehr bei ihm, daher ist das schon in Ordnung.

Happy 26th Birthday to me

Tja, wie fühlt man sich mit 26 so? Ganz ehrlich, bisher dachte ich immer es ändere sich ja nichts. Doch dieses Jahr schwirrte mir schon Wochen vorher im Kopf herum “Ich werd’ alt…”. Ich meine, erst hieß es “Anfang 20″, daraus wurde dann “Mitte 20″. Das ist nun vorbei. So langsam heißt es “Ende 20″ und >>zack<< plötzlich werde ich 30 sein.
Die Zeit vergeht wirklich wahnsinnig schnell und das macht mir ein wenig angst…

Schule – es wird ernst!

26. Januar 2012

Schon letztes Jahr habe ich alles dafür getan, um auf einer Abendrealschule meine Abschlüsse nachholen zu dürfen. Leider sollte es in Bonn nicht klappen. Nach den bestandenen Einstufungstests bekam ich das Angebot: 17 – 22 Uhr, der Abendkurs. Ich musste ablehnen. Selbst wenn ich mich hätte auf den Liebsten verlassen können (der ja aber öfter im Sauerland war um neben dem Studium zu jobben), wären diese Zeiten einfach nicht in Frage gekommen. Ich hätte die Prinzessin ausschließlich morgens vor dem Kindergarten gesehen – das war keine Option.
Die Vormittagsplätze waren überlaufen, so blieb mir nichts anderes übrig, als es an der Stelle zu lassen.

Nach unserem Umzug ins Sauerland habe ich mich gleich umgesehen und eine Wahl getroffen. Ein Kolleg in Siegen. Nach der Bewerbung wurde ich vor einigen Wochen zur Aufnahmeprüfung eingeladen. Da mir die mittlere Reife (aus div. teils selbstverschuldeten, teils unmöglichen Umständen, die hier nicht näher aufgeführt werden) fehlte, musste ich diese Prüfung bestehen, um aufgenommen zu werden.
Meine Nervosität war grenzenlos. Dank Prüfungsangst konnte ich die Nacht vorher nicht schlafen und habe auch in der Prüfung meine Schwierigkeiten gehabt.
Habe ich vorher noch gedacht, dass ich in Deutsch alles hinbekomme, in Englisch die Hälfte und in Mathe nichts kann, so hat sich meine Meinung nach der Prüfung geändert. Deutsch empfand ich als absolut heftig. Mathe war in Ordnung und Englisch fand ich total einfach. So kann man seine Meinung ändern.  :grin:
Nach einem nervösen Wochenende sollte ich mein Ergebnis erfahren. Ehrlich gesagt habe ich nicht mit einer Aufnahme gerechnet. Ich ging davon aus, dass ich mind. noch zur mündlichen Prüfung eingeladen werde, oder aber gleich abgelehnt werde. Innerlich habe ich mich darauf vorbereitet ein Semester nur mit Lernen zu verbringen. Doch die Dame am Telefon sagte mir gleich, dass das alles nicht nötig ist, wir sehen uns am 01. Februar um 8.00 Uhr.

Aufahmebestätigung Kolleg

Ich kann es eigentlich immer noch nicht so recht glauben, auch wenn der Papierkram zum Thema bereits erledigt ist.
Ich soll also wirklich wieder zur Schule dürfen? WOW!
Das gibt natürlich viele weitere Überlegungen.
Mir fiel das lernen immer schon sehr leicht. In Klasse 1-3 habe ich meistens mit Abwesenheit geglänzt, war aber dennoch immer gut genug um nicht zurück gestuft zu werden. Auch in der Weiterführenden Schule wurde es nicht besser. Dank diverser Brüche, Krankheiten und Verletzungen fehlte ich häufig. Das heftigste Halbjahr war mit um die 260 Fehlstunden im Zeugnis. Ich habe nie Hausaufgaben gemacht, nie gelernt und hatte dennoch einen Schnitt von 1,X. Meinen Abschluss habe ich auch nicht sonderlich schlecht gemacht.
Geblendet von dem Erfolg ohne etwas dafür tun zu müssen dachte ich, dass das auch in der Ausbildung schon gehen wird. Tat es auch. Eine Zeit lang. Mein Geheimnis in diesem Punkt ist ein ganz einfaches: Im Unterricht aufpassen. Ich lerne schnell und merke mir die Dinge in der Regel sofort. Voraussetzung ist aber das Aufpassen. Das hab ich in der Berufsschule gänzlich unterlassen. Durch einen 2. nächtlichen Job war ich ständig müde, schlief also oder träumte im Unterricht.
Zum Ende der Ausbildung kamen viele persönlichen Probleme hinzu, doch ich habe die Prüfung geschafft.

Dieses Verhalten muss ich nun natürlich gänzlich überdenken. Ich muss aufpassen, zuhören, lernen und Hausaufgaben machen. Das wird eine enorme Umstellung. Wie lernt man denn? Sowas habe ich nie machen müssen und werde wohl erst einmal das Lernen lernen müssen.
Aber ich bin optimistisch. Schon so lange, wollte ich unbedingt das Abitur nachholen und jetzt bekomme ich diese Chance wirklich! Die muss und werde ich nutzen und freue mich auf den 01. Februar. Nervös bin ich auch, keine Frage, aber die Freude überwiegt. :smug:

Eltern-Kind-Blogparade: Aufgabe 2

25. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade LogoDas 2. Thema der Eltern-Kind-Blogparade ist “Wie alles begann – Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit”.

Als ich 2004 von der Schwangerschaft erfuhr, war ich 17 Jahre alt, kurz vor meinem 18. Geburtstag und absolut geschockt. Im August 2003 habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel begonnen. Im April 2004 erfuhr ich von besagter Schwangerschaft. Allerdings auch erst in der 16. Schwangerschaftswoche – ein weiterer Schock.
Zu dieser Zeit damals hatte ich meine Menstruation recht unregelmäßig. Mal waren 8 Monate dazwischen, dann nur 4 und dann wieder 6 Monate. Bin ich anfangs noch jedes mal in Panik ausgebrochen, so hat sich das nach einiger Zeit gelegt.
So dachte ich mir auch bei dieser “Pause” nichts dabei. Im November hatte ich meine Menstruation. Im April war ich zur Vorsorgeuntersuchung da, die Frauenärztin machte einen Schwangerschaftstest und zeigte mir, nachdem sie mich darüber informiert hatte, was da in mir wuchs. Ich weiß noch, wie ich sagte “Oh, ist DAS das Baby, so groß schon?” und sie antwortete “Das Baby? Nein, das ist der Kopf des Babys!”.
Ich war schockiert, konnte es gar nicht glauben und freute mich dann am Ende doch – natürlich.
Leider habe ich die Schwangerschaft nicht wirklich genießen können. Ich nahm viel zu, bekam dann im 6. Monat die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes und musste gegen Ende über 40 Einheiten Insulin spritzen.
Hinzu kam, das ich mich in meinem Körper unwohl fühlte. Ich zog nur labbrige Sport-Klamotten an, traute mich nicht den Bauch zu zeigen und versteckte mich, so gut es eben ging.
Die Namenswahl war natürlich auch nicht sonderlich einfach. Es gab einige Varianten mit ihrem jetzigen Erstnamen. Den Zweitnamen hätte ich besser überdenken sollen. Damals sollte er eigentlich “Celine” lauten, doch ihre Cousine kam drei Wochen vorher auf die Welt und bekam einen ähnlich klingenden Namen. Das wollte ich nicht, also suchte ich nach anderen Namen, welche auf “n” (zumindest gesprochen) endeten. Ihr Name gefällt mir nach wie vor, nur die Schreibweise hätte ruhig eine einfachere sein können.

Kurz vor Schluss hatte meine Frauenärztin jedenfalls den Verdacht auf eine Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) und ich musste ins Krankenhaus. Die Herztöne des Babys waren schlecht, meine ebenfalls. Ich hatte Wassereinlagerungen. Im Krankenhaus wurde entwarnt und ich durfte für die letzte Woche noch einmal nach Hause.
Lange bevor es soweit war, stand fest, dass die Geburt eingeleitet werden muss. Das Baby hatte einen zu großen Bauchumfang, die Plazenta verkalkte – also gab es einen Termin zur Einleitung der Geburt.
An diesem Tag war ich total nervös. Heute sollte ich also Mama werden, mein Baby in den Armen halten? Das war total unwirklich.
Das zuerst gelegte Gel brachte nichts, 24 Std. Wehen völlig umsonst. Erst nach weiteren 12 Stunden, einem Wehentropf, einer PDA und einem anschließendem Not-Kaiserschnitt war meine kleine Prinzessin da. Die erste Nacht im Krankenhaus war einfach wundervoll. Auch wenn es mir nach der OP nicht sonderlich gut ging und ich anfangs nur noch schlafen wollte, konnte ich es einfach nicht. Ich lag die ganze Nacht da und habe dieses kleine, wundervolle Geschöpf angesehen und mir versucht vorzustellen, dass ICH nun die Mama dieses kleinen Mädchens bin. Ein unglaubliches Gefühl.
Nachdem ich dann 4 Tage im Krankenhaus verbrachte und es der Prinzessin wunderbar ging, wollte ich nach Hause. Das Krankenhaus sagte mir nicht zu, ich fühlte mich nicht wohl. Auf eigene Verantwortung ging ich dann, besorgte mir eine Nachsorge-Hebamme und war dann mit dem Baby daheim. Bei der Babypflege geriet meine Gefühlswelt aus den Fugen. Der Babyblues, wie ich später erfuhr. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: Das kleine Geschöpf brauchte eine neue Windel. Ich wickelte sie grade, da überkam es mich “Oh Gott, und DAS musst Du nun die nächsten 18 Jahre machen?! Schaffst Du das? Was, wenn nicht?”.
Nach anfänglichem Zögern und übervorsichtigem Handhaben mit der Prinzessin hat sich aber alles eingespielt. Sie war ein unkompliziertes Baby, wie sie auch jetzt ein unkompliziertes Kind ist. Sie schlief zwar nicht viel, aber immer mal wieder 10-20 Min. zwischendrin. Recht früh hatte sie einen Schlafrhythmus (Abends um 18 Uhr Schlafenszeit), ihr eigenes kleines Ritual und war einfach wunderbar. Mit 3 Monaten kamen die ersten beiden Zähne, mit 6 Monaten fremdelte sie und mit 10 Monaten fing sie an zu Laufen.
Mit fast 2 Jahren kam sie zu einer lieben Tagesmutter, welche sie betreute, während ich meine Ausbildung fortsetzte. Mit 3 Jahren zogen wir nach Bonn und sie besuchte eine Kindertagesstätte. Mit 4 Jahren wechselten wir die Einrichtung. Mit 6 Jahren kam sie in eine Vorschulgruppe in einem neuen Wohnort und wurde schließlich mit 7 Jahren eingeschult.

Eltern-Kind-Blogparade: Aufgabe 1

24. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade LogoWie ich ja bereits gestern ankündigte, nehme ich an der Eltern-Kind-Blogparade teil.
Nun also zum ersten Thema:
Eine Vorstellung soll her. Ein bisschen etwas über sich, die Familie und das Kind/die Kinder erzählen.
Ein seichter Einstieg also, für jeden machbar. :smile:

Mein Name ist Tanja, ich blogge seit August 2011 unter dem Pseudonym “Alltagsheldin”. Vorher hatte ich einen anderen Blog, also ein Neuling bin ich nicht ganz.
Ich bin 25 Jahre alt und komme ursprünglich irgendwo aus dem Rheinland. Mitte 2011 bin ich dann aber mit dem Liebsten und der Prinzessin ins Sauerland umgezogen. Wir wohnen mit im Haus seiner Großmutter, direkt nebenan wohnen seine Eltern.
Ich selbst habe keine Familie mehr. Meine Eltern sind bereits früh verstorben. Meine 5 Brüder und meine Schwester waren mir zwar immer wichtig, doch mit der Zeit verändert sich das Leben und man findet häufig einfach keine Zeit, um in Kontakt zu bleiben. Lediglich zu Geburtstagen, an Weihnachten und zum Jahreswechsel meldet man sich mal gezielt. Ansonsten ließt man hier und da Neuigkeiten bei Facebook (bei den Größeren zumindest), das war’s dann aber auch schon.
Mit “keine Familie” ist nicht gemeint, dass es da niemanden mehr gibt. Da gibt es viele viele Menschen, mit denen ich Dank Blutsband verwandt bin, doch eine emotionale Bindung besteht nicht. Bestand nie. Und wird auch nie bestehen können.

Ich habe eine wundervolle 7jährige Tochter – hier unter Prinzessin zu finden. Geboren im September 2004 geht sie seit 2011 in die Schule. Hätte ich sie vor 6 Monaten noch als schüchtern und zurückhaltend beschrieben, so ist sie heute das genaue Gegenteil. Sie hat schnell Freundschaften geschlossen, genießt innerhalb ihrer Klasse wie auch in der OGS eine recht hohe Beliebtheit, verabredet sich ständig mit anderen Kindern, hat einige Hobbys, die sie mit Begeisterung (Tanzen, Flöten, Sport, Lesen) ausübt und ist ziemlich gut in der Schule. Sie ist gut erzogen, verhält sich meist höflich, weiß aber auch ganz genau was sie will. Sie ist morgens ein Strahlekind, obwohl sie – wie übrigens auch ich – ein totaler Morgenmuffel ist. Sie braucht ein ganzes Weilchen, um morgens in die Gänge zu kommen. Doch ist sie einmal in Fahrt, bremst man sie nicht so schnell. Sie legt viel Wert auf ihr aussehen. Was sie trägt bestimmt sie, was morgens oftmals zu Reibereien führen kann, denn auch bei -5°C würde sie ganz locker in einem Sommerkleidchen aus dem Haus gehen. Hauptsache hübsch anzusehen. Ab und an lasse ich sie diese Erfahrungen gar machen, mit den besten erzieherischen Ergebnissen. Neuerdings wird gefragt ob und wie kalt es draußen ist.
Sicher, es gibt auch Dinge, die nicht ganz so optimal sind. Einen kleinen Wutkopf hat sie. Trotzig ist sie auch oft. Häufig fängt sie bereits bei Kleinigkeiten an zu weinen (“Mama, der Deckel meines Faserschreibers ist weg – wuääääh!”). Sie isst sehr wenig und dann auch nur ausgewählte Speisen – das treibt mich in den Wahnsinn.
Im Allgemeinen bin ich aber absolut stolz auf die Prinzessin – wie Eltern es bei ihren Kindern wohl immer sind, da mache ich mir nichts vor. Sie ist gut so, wie sie ist. Mit den guten, wie auch mit den weniger guten Eigenschaften.

Zu guter letzt, noch ein sehr wichtiger Mensch in unserem Leben: der Liebste. Er ist 25 Jahre alt, Student der Biologie und der absolut wunderbarste Mann, den ich mir vorstellen kann. Wir kennen uns bereits seit über 10 Jahren und waren schon in unserer Pubertät ein Paar. Die Prinzessin liebt und vergöttert ihn. Ebenso wie ich.

Der biologische Vater der Prinzessin war mein 1. Freund. Aus unserer 5 Jahre andauernden Beziehung ging die Prinzessin hervor. Die Prinzessin liebt ihren Vater, möchte ihn möglichst häufig sehen und ich versuche ihr das natürlich so weit es geht zu ermöglichen. Leider ist unser Verhältnis alles andere als Freundschaftlich, sodass es häufig zu Streitigkeiten kommt.
Ich hoffe allerdings, dass wir irgendwann – trotz allem – einfach nur die Eltern dieses wunderbaren Kindes sein können werden, ohne in die Vergangenheit zu blicken und die persönlichen Differenzen beilegen werden.

Das war’s. Familie Alltagsschrott und alles Wichtige im Schnelldurchlauf.  :smile:

Wer wohnt hier?

10. Januar 2012

Nachmittag. Wir sind vom Sport wieder da. Die Prinzessin übt Flöte spielen für ihre AG. Der Liebste und ich stehen in der Küche und bereiten das Abendessen zu. Es klingelt. Da es die Innenklingel ist, wird wahrscheinlich Lady Gagga vor der Tür stehen. Der Liebste geht runter…

Lady Gagga: Sag mal, muss das sein? Dieses Geflöte da oben?!
der Liebste: Oma, das ist die Kurze. Sie muss üben. Für die Schule. 
Lady Gagga: Kann die das denn nicht zu Hause machen?
der Liebste: Äh. Oma? Sie wohnt hier. Wir alle wohnen hier.
Lady Gagga: Aha. Davon weiß ich aber nichts!
der Liebste: Oma, seit Juli 2011. Ein halbes Jahr schon. Es ist alles in Ordnung. 

Es ist nicht das erste Mal. Und wird wohl auch nicht das letzte Mal sein.
Frau Schwiegermonster erzählte bereits häufiger, dass Lady Gagga sie fragte, was denn oben für ein Krach sei. Da wäre doch jemand. Frau Schwiegermonster erklärte ihr dann, dass der Liebste doch da wohne, woraufhin Lady Gagga sagte “Aber, das sind mehrere. Ich höre das. Mehr als nur Einer!”. Diese Dialoge kamen schon öfter vor. Bislang bekamen wir das so nicht mit, nicht so intensiv.
Doch das war am Nachmittag, abends gegen 20 Uhr ging es weiter. Die Prinzessin lag im Bett, ich kam aus dem Badezimmer und der Liebste kam eben die Treppe hoch.

Lady Gagga: Sag mal, findest Du das eigentlich in Ordnung?
der Liebste: Was denn, Oma?
Lady Gagga: Da einfach Leute mitzubringen!?
der Liebste: Oma, das ist meine Freundin und ihre Tochter. Wir wohnen schon seit Juli 2011 hier.
Lady Gagga: Weiß ich nichts von!
der Liebste: Oma, wir haben einen Mietvertrag und zahlen jeden Monat unsere Miete.
Lady Gagga: Ist das von mir aus oder von Frau Schwiegermonster?
der Liebste: Oma, DU hast unterschrieben!
Lady Gagga: Ach, das muss mir so durchgegangen sein.

Ganz ehrlich? Witzig ist das nicht wirklich, auch wenn sich das im ersten Moment vielleicht so ließt. Der Liebste und ich sind schockiert! Mittlerweile fehlen der armen Frau bereits über 2 Jahre. 2 volle Jahre! Stell sich das mal einer vor! 2 Jahre, einfach weg! Als wären sie nie dagewesen!
Ich würde nicht an ihrer Stelle sein wollen und hoffe ganz inständig, dass mir so etwas im Alter nicht passiert.
Wie grausam muss das sein? Man steht da, in seinem Haus, hört oben Schritte, Menschen die sich bewegen, leben und weiß überhaupt nicht, was das soll. Da oben wohnt doch niemand? Aufgebracht will man hoch. Doch was ist das? Eine Klingel?! Dann klingelt man. Wartet. Der Enkel öffnet. Man fragt, was los ist und der Enkel erklärt. Was er sagt, sagt einem aber nichts. Man glaubt “Was für ein Quatsch, das wüsste ich doch!” und stellt fest: Er hat Recht. Es muss so sein. Was ist mit mir los? Warum weiß ich nichts davon? Was soll das?
Eine ganz schreckliche Vorstellung! Ich mag gar nicht daran denken, wie es ihr wohl geht. Wie ihr langsam alles fremd wird. Wie sie sich langsam aufhört an die Menschen um sie herum zu erinnern. Noch hat sie “nur” die Prinzessin und mich vergessen. Wahrscheinlich die Postboten, Schornsteinfeger und die Putzfee auch. Aber was ist, wenn sie ihren Enkel vergisst? Ihre Tochter? Ihr Haus und auch den Rest ihres Lebens? Was dann?

:cry:

Frohes neues Jahr 2012

01. Januar 2012

Silvester 2012 Feuerwerk

Liebe Leser, Kommentierer, Abonnierer und Zufallsbesucher: Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr und alles alles erdenklich Gute und Liebe für das Jahr 2012. Dass sich all’ Eure Wünsche erfüllen und das neue Jahr noch besser als das Alte wird.
Ich hoffe auch Ihr habt alle ganz wundervoll gefeiert, mit den Menschen die Euch wichtig und lieb sind angestoßen und werdet ein ganz tolles Jahr 2012 haben!

Der Liebste und ich hatten zwar geplant Silvester im Ausland zu verbringen, doch aus diversen Gründen blieben wir doch hier und haben mit Frau Schwiegermonster und Herr Schwiegerdrache gefeiert. Dort gab es noch 3 Freunde zu Besuch. Ein lustiger, aber auch sehr schöner Abend mit Raclette, viel Gequassel und Witz.
Wir haben nur ein kleines Feuerwerk gestartet und rießige Wunderkerzen gehabt, schön war es.

Die Prinzessin feierte bei Oma & Opa, mit Papa und ein wenig weiterer Familie. Dies lief für sie allerdings schief. Sie hat eine Katzenhaarallergie und im Haushalt der Großeltern lebt eine Katze. Dort zu schlafen war keine gute Idee.
Seit Neujahr hat sie nun jedenfalls Husten und inhaliert aktuell. Der 1. Tag war besonders schlimm: Atemnot, Halsschmerzen und Husten.
Dies hat sich nun aber zum Glück alles gelegt und nur noch der Husten ist geblieben. Ich hoffe, dass sie bis zum Ferienende wieder ganz fit sein wird.

kein Internet

12. Dezember 2011

Dank 1&1 und deren wunderbarem Service habe ich nun kein Internet mehr – warum auch immer. Nach einem Telefonat mit ihnen, wurde mir nur mitgeteilt das keine Störungen in meinem Gebiet gemeldet sind, sie sich aber melden werden, sobald der Techniker was genaueres weiß.
Ich wollte ihnen dann eine E-Mail schreiben und wir sind zur Schwiegerfamilie rübergegangen. Selber Anbieter, selbes Problem: kein Internet!
Natürlich, es liegt keine Störung vor – das ich nicht lache!

Nun warte ich geduldig und gehe über den iPhone Hotspot rein, wenn es nicht anders geht.
Seht es mir also bitte nach, dass ich aktuell keine Mails beantworten kann – ich melde mich, sobald ich wieder voll surfen kann.

neues Schloss

11. November 2011

Wohnungstür SchlossIch berichtete ja bereits, dass wir uns – nachdem Lady Gagga schlecht geschlafen hat – ein neues Schloss für unsere Wohnungseingangstür zugelegt haben.
Nun ist es aber so, dass besagtes Schloss ein einfaches Zimmerschloss war und wir fanden es immer ätzend, wenn wir runter mussten um abzuschließen. Da wir daran auch nicht immer dachten, schlich sich die Dame öfter hoch, belauschte uns aus dem Flur heraus oder erschreckte uns mit ihrem einfachen erscheinen in einem Raum.
Nachdem es diesbezüglich einige weitere Vorfälle gegeben hat, sind der Liebste und ich die Tage also losgezogen und haben uns nochmal ein neues Schloss zugelegt. Dieses Mal allerdings ein Wohnungsschloss, welches beim bloßen zuziehen von außen nur mit einem Schlüssel zu öffnen ist.
Es glaubt mir wohl kein Mensch,  wie erleichtert ich bin. Wie viel sicherer ich mich nun in unserer Wohnung fühle. Ich springe nicht mehr bei jedem Geräusch auf und schaue, ob/wer da ist. Ich weiß genau, es kommt keiner rein, ohne dass wir das mitbekommen.
Endlich Privatsphäre! ♥

 
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