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Schule – es wird ernst!

26. Januar 2012

Schon letztes Jahr habe ich alles dafür getan, um auf einer Abendrealschule meine Abschlüsse nachholen zu dürfen. Leider sollte es in Bonn nicht klappen. Nach den bestandenen Einstufungstests bekam ich das Angebot: 17 – 22 Uhr, der Abendkurs. Ich musste ablehnen. Selbst wenn ich mich hätte auf den Liebsten verlassen können (der ja aber öfter im Sauerland war um neben dem Studium zu jobben), wären diese Zeiten einfach nicht in Frage gekommen. Ich hätte die Prinzessin ausschließlich morgens vor dem Kindergarten gesehen – das war keine Option.
Die Vormittagsplätze waren überlaufen, so blieb mir nichts anderes übrig, als es an der Stelle zu lassen.

Nach unserem Umzug ins Sauerland habe ich mich gleich umgesehen und eine Wahl getroffen. Ein Kolleg in Siegen. Nach der Bewerbung wurde ich vor einigen Wochen zur Aufnahmeprüfung eingeladen. Da mir die mittlere Reife (aus div. teils selbstverschuldeten, teils unmöglichen Umständen, die hier nicht näher aufgeführt werden) fehlte, musste ich diese Prüfung bestehen, um aufgenommen zu werden.
Meine Nervosität war grenzenlos. Dank Prüfungsangst konnte ich die Nacht vorher nicht schlafen und habe auch in der Prüfung meine Schwierigkeiten gehabt.
Habe ich vorher noch gedacht, dass ich in Deutsch alles hinbekomme, in Englisch die Hälfte und in Mathe nichts kann, so hat sich meine Meinung nach der Prüfung geändert. Deutsch empfand ich als absolut heftig. Mathe war in Ordnung und Englisch fand ich total einfach. So kann man seine Meinung ändern.  :grin:
Nach einem nervösen Wochenende sollte ich mein Ergebnis erfahren. Ehrlich gesagt habe ich nicht mit einer Aufnahme gerechnet. Ich ging davon aus, dass ich mind. noch zur mündlichen Prüfung eingeladen werde, oder aber gleich abgelehnt werde. Innerlich habe ich mich darauf vorbereitet ein Semester nur mit Lernen zu verbringen. Doch die Dame am Telefon sagte mir gleich, dass das alles nicht nötig ist, wir sehen uns am 01. Februar um 8.00 Uhr.

Aufahmebestätigung Kolleg

Ich kann es eigentlich immer noch nicht so recht glauben, auch wenn der Papierkram zum Thema bereits erledigt ist.
Ich soll also wirklich wieder zur Schule dürfen? WOW!
Das gibt natürlich viele weitere Überlegungen.
Mir fiel das lernen immer schon sehr leicht. In Klasse 1-3 habe ich meistens mit Abwesenheit geglänzt, war aber dennoch immer gut genug um nicht zurück gestuft zu werden. Auch in der Weiterführenden Schule wurde es nicht besser. Dank diverser Brüche, Krankheiten und Verletzungen fehlte ich häufig. Das heftigste Halbjahr war mit um die 260 Fehlstunden im Zeugnis. Ich habe nie Hausaufgaben gemacht, nie gelernt und hatte dennoch einen Schnitt von 1,X. Meinen Abschluss habe ich auch nicht sonderlich schlecht gemacht.
Geblendet von dem Erfolg ohne etwas dafür tun zu müssen dachte ich, dass das auch in der Ausbildung schon gehen wird. Tat es auch. Eine Zeit lang. Mein Geheimnis in diesem Punkt ist ein ganz einfaches: Im Unterricht aufpassen. Ich lerne schnell und merke mir die Dinge in der Regel sofort. Voraussetzung ist aber das Aufpassen. Das hab ich in der Berufsschule gänzlich unterlassen. Durch einen 2. nächtlichen Job war ich ständig müde, schlief also oder träumte im Unterricht.
Zum Ende der Ausbildung kamen viele persönlichen Probleme hinzu, doch ich habe die Prüfung geschafft.

Dieses Verhalten muss ich nun natürlich gänzlich überdenken. Ich muss aufpassen, zuhören, lernen und Hausaufgaben machen. Das wird eine enorme Umstellung. Wie lernt man denn? Sowas habe ich nie machen müssen und werde wohl erst einmal das Lernen lernen müssen.
Aber ich bin optimistisch. Schon so lange, wollte ich unbedingt das Abitur nachholen und jetzt bekomme ich diese Chance wirklich! Die muss und werde ich nutzen und freue mich auf den 01. Februar. Nervös bin ich auch, keine Frage, aber die Freude überwiegt. :smug:

Eltern-Kind-Blogparade: Aufgabe 2

25. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade LogoDas 2. Thema der Eltern-Kind-Blogparade ist “Wie alles begann – Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit”.

Als ich 2004 von der Schwangerschaft erfuhr, war ich 17 Jahre alt, kurz vor meinem 18. Geburtstag und absolut geschockt. Im August 2003 habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel begonnen. Im April 2004 erfuhr ich von besagter Schwangerschaft. Allerdings auch erst in der 16. Schwangerschaftswoche – ein weiterer Schock.
Zu dieser Zeit damals hatte ich meine Menstruation recht unregelmäßig. Mal waren 8 Monate dazwischen, dann nur 4 und dann wieder 6 Monate. Bin ich anfangs noch jedes mal in Panik ausgebrochen, so hat sich das nach einiger Zeit gelegt.
So dachte ich mir auch bei dieser “Pause” nichts dabei. Im November hatte ich meine Menstruation. Im April war ich zur Vorsorgeuntersuchung da, die Frauenärztin machte einen Schwangerschaftstest und zeigte mir, nachdem sie mich darüber informiert hatte, was da in mir wuchs. Ich weiß noch, wie ich sagte “Oh, ist DAS das Baby, so groß schon?” und sie antwortete “Das Baby? Nein, das ist der Kopf des Babys!”.
Ich war schockiert, konnte es gar nicht glauben und freute mich dann am Ende doch – natürlich.
Leider habe ich die Schwangerschaft nicht wirklich genießen können. Ich nahm viel zu, bekam dann im 6. Monat die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes und musste gegen Ende über 40 Einheiten Insulin spritzen.
Hinzu kam, das ich mich in meinem Körper unwohl fühlte. Ich zog nur labbrige Sport-Klamotten an, traute mich nicht den Bauch zu zeigen und versteckte mich, so gut es eben ging.
Die Namenswahl war natürlich auch nicht sonderlich einfach. Es gab einige Varianten mit ihrem jetzigen Erstnamen. Den Zweitnamen hätte ich besser überdenken sollen. Damals sollte er eigentlich “Celine” lauten, doch ihre Cousine kam drei Wochen vorher auf die Welt und bekam einen ähnlich klingenden Namen. Das wollte ich nicht, also suchte ich nach anderen Namen, welche auf “n” (zumindest gesprochen) endeten. Ihr Name gefällt mir nach wie vor, nur die Schreibweise hätte ruhig eine einfachere sein können.

Kurz vor Schluss hatte meine Frauenärztin jedenfalls den Verdacht auf eine Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) und ich musste ins Krankenhaus. Die Herztöne des Babys waren schlecht, meine ebenfalls. Ich hatte Wassereinlagerungen. Im Krankenhaus wurde entwarnt und ich durfte für die letzte Woche noch einmal nach Hause.
Lange bevor es soweit war, stand fest, dass die Geburt eingeleitet werden muss. Das Baby hatte einen zu großen Bauchumfang, die Plazenta verkalkte – also gab es einen Termin zur Einleitung der Geburt.
An diesem Tag war ich total nervös. Heute sollte ich also Mama werden, mein Baby in den Armen halten? Das war total unwirklich.
Das zuerst gelegte Gel brachte nichts, 24 Std. Wehen völlig umsonst. Erst nach weiteren 12 Stunden, einem Wehentropf, einer PDA und einem anschließendem Not-Kaiserschnitt war meine kleine Prinzessin da. Die erste Nacht im Krankenhaus war einfach wundervoll. Auch wenn es mir nach der OP nicht sonderlich gut ging und ich anfangs nur noch schlafen wollte, konnte ich es einfach nicht. Ich lag die ganze Nacht da und habe dieses kleine, wundervolle Geschöpf angesehen und mir versucht vorzustellen, dass ICH nun die Mama dieses kleinen Mädchens bin. Ein unglaubliches Gefühl.
Nachdem ich dann 4 Tage im Krankenhaus verbrachte und es der Prinzessin wunderbar ging, wollte ich nach Hause. Das Krankenhaus sagte mir nicht zu, ich fühlte mich nicht wohl. Auf eigene Verantwortung ging ich dann, besorgte mir eine Nachsorge-Hebamme und war dann mit dem Baby daheim. Bei der Babypflege geriet meine Gefühlswelt aus den Fugen. Der Babyblues, wie ich später erfuhr. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: Das kleine Geschöpf brauchte eine neue Windel. Ich wickelte sie grade, da überkam es mich “Oh Gott, und DAS musst Du nun die nächsten 18 Jahre machen?! Schaffst Du das? Was, wenn nicht?”.
Nach anfänglichem Zögern und übervorsichtigem Handhaben mit der Prinzessin hat sich aber alles eingespielt. Sie war ein unkompliziertes Baby, wie sie auch jetzt ein unkompliziertes Kind ist. Sie schlief zwar nicht viel, aber immer mal wieder 10-20 Min. zwischendrin. Recht früh hatte sie einen Schlafrhythmus (Abends um 18 Uhr Schlafenszeit), ihr eigenes kleines Ritual und war einfach wunderbar. Mit 3 Monaten kamen die ersten beiden Zähne, mit 6 Monaten fremdelte sie und mit 10 Monaten fing sie an zu Laufen.
Mit fast 2 Jahren kam sie zu einer lieben Tagesmutter, welche sie betreute, während ich meine Ausbildung fortsetzte. Mit 3 Jahren zogen wir nach Bonn und sie besuchte eine Kindertagesstätte. Mit 4 Jahren wechselten wir die Einrichtung. Mit 6 Jahren kam sie in eine Vorschulgruppe in einem neuen Wohnort und wurde schließlich mit 7 Jahren eingeschult.

Eltern-Kind-Blogparade: Aufgabe 1

24. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade LogoWie ich ja bereits gestern ankündigte, nehme ich an der Eltern-Kind-Blogparade teil.
Nun also zum ersten Thema:
Eine Vorstellung soll her. Ein bisschen etwas über sich, die Familie und das Kind/die Kinder erzählen.
Ein seichter Einstieg also, für jeden machbar. :smile:

Mein Name ist Tanja, ich blogge seit August 2011 unter dem Pseudonym “Alltagsheldin”. Vorher hatte ich einen anderen Blog, also ein Neuling bin ich nicht ganz.
Ich bin 25 Jahre alt und komme ursprünglich irgendwo aus dem Rheinland. Mitte 2011 bin ich dann aber mit dem Liebsten und der Prinzessin ins Sauerland umgezogen. Wir wohnen mit im Haus seiner Großmutter, direkt nebenan wohnen seine Eltern.
Ich selbst habe keine Familie mehr. Meine Eltern sind bereits früh verstorben. Meine 5 Brüder und meine Schwester waren mir zwar immer wichtig, doch mit der Zeit verändert sich das Leben und man findet häufig einfach keine Zeit, um in Kontakt zu bleiben. Lediglich zu Geburtstagen, an Weihnachten und zum Jahreswechsel meldet man sich mal gezielt. Ansonsten ließt man hier und da Neuigkeiten bei Facebook (bei den Größeren zumindest), das war’s dann aber auch schon.
Mit “keine Familie” ist nicht gemeint, dass es da niemanden mehr gibt. Da gibt es viele viele Menschen, mit denen ich Dank Blutsband verwandt bin, doch eine emotionale Bindung besteht nicht. Bestand nie. Und wird auch nie bestehen können.

Ich habe eine wundervolle 7jährige Tochter – hier unter Prinzessin zu finden. Geboren im September 2004 geht sie seit 2011 in die Schule. Hätte ich sie vor 6 Monaten noch als schüchtern und zurückhaltend beschrieben, so ist sie heute das genaue Gegenteil. Sie hat schnell Freundschaften geschlossen, genießt innerhalb ihrer Klasse wie auch in der OGS eine recht hohe Beliebtheit, verabredet sich ständig mit anderen Kindern, hat einige Hobbys, die sie mit Begeisterung (Tanzen, Flöten, Sport, Lesen) ausübt und ist ziemlich gut in der Schule. Sie ist gut erzogen, verhält sich meist höflich, weiß aber auch ganz genau was sie will. Sie ist morgens ein Strahlekind, obwohl sie – wie übrigens auch ich – ein totaler Morgenmuffel ist. Sie braucht ein ganzes Weilchen, um morgens in die Gänge zu kommen. Doch ist sie einmal in Fahrt, bremst man sie nicht so schnell. Sie legt viel Wert auf ihr aussehen. Was sie trägt bestimmt sie, was morgens oftmals zu Reibereien führen kann, denn auch bei -5°C würde sie ganz locker in einem Sommerkleidchen aus dem Haus gehen. Hauptsache hübsch anzusehen. Ab und an lasse ich sie diese Erfahrungen gar machen, mit den besten erzieherischen Ergebnissen. Neuerdings wird gefragt ob und wie kalt es draußen ist.
Sicher, es gibt auch Dinge, die nicht ganz so optimal sind. Einen kleinen Wutkopf hat sie. Trotzig ist sie auch oft. Häufig fängt sie bereits bei Kleinigkeiten an zu weinen (“Mama, der Deckel meines Faserschreibers ist weg – wuääääh!”). Sie isst sehr wenig und dann auch nur ausgewählte Speisen – das treibt mich in den Wahnsinn.
Im Allgemeinen bin ich aber absolut stolz auf die Prinzessin – wie Eltern es bei ihren Kindern wohl immer sind, da mache ich mir nichts vor. Sie ist gut so, wie sie ist. Mit den guten, wie auch mit den weniger guten Eigenschaften.

Zu guter letzt, noch ein sehr wichtiger Mensch in unserem Leben: der Liebste. Er ist 25 Jahre alt, Student der Biologie und der absolut wunderbarste Mann, den ich mir vorstellen kann. Wir kennen uns bereits seit über 10 Jahren und waren schon in unserer Pubertät ein Paar. Die Prinzessin liebt und vergöttert ihn. Ebenso wie ich.

Der biologische Vater der Prinzessin war mein 1. Freund. Aus unserer 5 Jahre andauernden Beziehung ging die Prinzessin hervor. Die Prinzessin liebt ihren Vater, möchte ihn möglichst häufig sehen und ich versuche ihr das natürlich so weit es geht zu ermöglichen. Leider ist unser Verhältnis alles andere als Freundschaftlich, sodass es häufig zu Streitigkeiten kommt.
Ich hoffe allerdings, dass wir irgendwann – trotz allem – einfach nur die Eltern dieses wunderbaren Kindes sein können werden, ohne in die Vergangenheit zu blicken und die persönlichen Differenzen beilegen werden.

Das war’s. Familie Alltagsschrott und alles Wichtige im Schnelldurchlauf.  :smile:

Wer wohnt hier?

10. Januar 2012

Nachmittag. Wir sind vom Sport wieder da. Die Prinzessin übt Flöte spielen für ihre AG. Der Liebste und ich stehen in der Küche und bereiten das Abendessen zu. Es klingelt. Da es die Innenklingel ist, wird wahrscheinlich Lady Gagga vor der Tür stehen. Der Liebste geht runter…

Lady Gagga: Sag mal, muss das sein? Dieses Geflöte da oben?!
der Liebste: Oma, das ist die Kurze. Sie muss üben. Für die Schule. 
Lady Gagga: Kann die das denn nicht zu Hause machen?
der Liebste: Äh. Oma? Sie wohnt hier. Wir alle wohnen hier.
Lady Gagga: Aha. Davon weiß ich aber nichts!
der Liebste: Oma, seit Juli 2011. Ein halbes Jahr schon. Es ist alles in Ordnung. 

Es ist nicht das erste Mal. Und wird wohl auch nicht das letzte Mal sein.
Frau Schwiegermonster erzählte bereits häufiger, dass Lady Gagga sie fragte, was denn oben für ein Krach sei. Da wäre doch jemand. Frau Schwiegermonster erklärte ihr dann, dass der Liebste doch da wohne, woraufhin Lady Gagga sagte “Aber, das sind mehrere. Ich höre das. Mehr als nur Einer!”. Diese Dialoge kamen schon öfter vor. Bislang bekamen wir das so nicht mit, nicht so intensiv.
Doch das war am Nachmittag, abends gegen 20 Uhr ging es weiter. Die Prinzessin lag im Bett, ich kam aus dem Badezimmer und der Liebste kam eben die Treppe hoch.

Lady Gagga: Sag mal, findest Du das eigentlich in Ordnung?
der Liebste: Was denn, Oma?
Lady Gagga: Da einfach Leute mitzubringen!?
der Liebste: Oma, das ist meine Freundin und ihre Tochter. Wir wohnen schon seit Juli 2011 hier.
Lady Gagga: Weiß ich nichts von!
der Liebste: Oma, wir haben einen Mietvertrag und zahlen jeden Monat unsere Miete.
Lady Gagga: Ist das von mir aus oder von Frau Schwiegermonster?
der Liebste: Oma, DU hast unterschrieben!
Lady Gagga: Ach, das muss mir so durchgegangen sein.

Ganz ehrlich? Witzig ist das nicht wirklich, auch wenn sich das im ersten Moment vielleicht so ließt. Der Liebste und ich sind schockiert! Mittlerweile fehlen der armen Frau bereits über 2 Jahre. 2 volle Jahre! Stell sich das mal einer vor! 2 Jahre, einfach weg! Als wären sie nie dagewesen!
Ich würde nicht an ihrer Stelle sein wollen und hoffe ganz inständig, dass mir so etwas im Alter nicht passiert.
Wie grausam muss das sein? Man steht da, in seinem Haus, hört oben Schritte, Menschen die sich bewegen, leben und weiß überhaupt nicht, was das soll. Da oben wohnt doch niemand? Aufgebracht will man hoch. Doch was ist das? Eine Klingel?! Dann klingelt man. Wartet. Der Enkel öffnet. Man fragt, was los ist und der Enkel erklärt. Was er sagt, sagt einem aber nichts. Man glaubt “Was für ein Quatsch, das wüsste ich doch!” und stellt fest: Er hat Recht. Es muss so sein. Was ist mit mir los? Warum weiß ich nichts davon? Was soll das?
Eine ganz schreckliche Vorstellung! Ich mag gar nicht daran denken, wie es ihr wohl geht. Wie ihr langsam alles fremd wird. Wie sie sich langsam aufhört an die Menschen um sie herum zu erinnern. Noch hat sie “nur” die Prinzessin und mich vergessen. Wahrscheinlich die Postboten, Schornsteinfeger und die Putzfee auch. Aber was ist, wenn sie ihren Enkel vergisst? Ihre Tochter? Ihr Haus und auch den Rest ihres Lebens? Was dann?

:cry:

Frohes neues Jahr 2012

01. Januar 2012

Silvester 2012 Feuerwerk

Liebe Leser, Kommentierer, Abonnierer und Zufallsbesucher: Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr und alles alles erdenklich Gute und Liebe für das Jahr 2012. Dass sich all’ Eure Wünsche erfüllen und das neue Jahr noch besser als das Alte wird.
Ich hoffe auch Ihr habt alle ganz wundervoll gefeiert, mit den Menschen die Euch wichtig und lieb sind angestoßen und werdet ein ganz tolles Jahr 2012 haben!

Der Liebste und ich hatten zwar geplant Silvester im Ausland zu verbringen, doch aus diversen Gründen blieben wir doch hier und haben mit Frau Schwiegermonster und Herr Schwiegerdrache gefeiert. Dort gab es noch 3 Freunde zu Besuch. Ein lustiger, aber auch sehr schöner Abend mit Raclette, viel Gequassel und Witz.
Wir haben nur ein kleines Feuerwerk gestartet und rießige Wunderkerzen gehabt, schön war es.

Die Prinzessin feierte bei Oma & Opa, mit Papa und ein wenig weiterer Familie. Dies lief für sie allerdings schief. Sie hat eine Katzenhaarallergie und im Haushalt der Großeltern lebt eine Katze. Dort zu schlafen war keine gute Idee.
Seit Neujahr hat sie nun jedenfalls Husten und inhaliert aktuell. Der 1. Tag war besonders schlimm: Atemnot, Halsschmerzen und Husten.
Dies hat sich nun aber zum Glück alles gelegt und nur noch der Husten ist geblieben. Ich hoffe, dass sie bis zum Ferienende wieder ganz fit sein wird.

kein Internet

12. Dezember 2011

Dank 1&1 und deren wunderbarem Service habe ich nun kein Internet mehr – warum auch immer. Nach einem Telefonat mit ihnen, wurde mir nur mitgeteilt das keine Störungen in meinem Gebiet gemeldet sind, sie sich aber melden werden, sobald der Techniker was genaueres weiß.
Ich wollte ihnen dann eine E-Mail schreiben und wir sind zur Schwiegerfamilie rübergegangen. Selber Anbieter, selbes Problem: kein Internet!
Natürlich, es liegt keine Störung vor – das ich nicht lache!

Nun warte ich geduldig und gehe über den iPhone Hotspot rein, wenn es nicht anders geht.
Seht es mir also bitte nach, dass ich aktuell keine Mails beantworten kann – ich melde mich, sobald ich wieder voll surfen kann.

neues Schloss

11. November 2011

Wohnungstür SchlossIch berichtete ja bereits, dass wir uns – nachdem Lady Gagga schlecht geschlafen hat – ein neues Schloss für unsere Wohnungseingangstür zugelegt haben.
Nun ist es aber so, dass besagtes Schloss ein einfaches Zimmerschloss war und wir fanden es immer ätzend, wenn wir runter mussten um abzuschließen. Da wir daran auch nicht immer dachten, schlich sich die Dame öfter hoch, belauschte uns aus dem Flur heraus oder erschreckte uns mit ihrem einfachen erscheinen in einem Raum.
Nachdem es diesbezüglich einige weitere Vorfälle gegeben hat, sind der Liebste und ich die Tage also losgezogen und haben uns nochmal ein neues Schloss zugelegt. Dieses Mal allerdings ein Wohnungsschloss, welches beim bloßen zuziehen von außen nur mit einem Schlüssel zu öffnen ist.
Es glaubt mir wohl kein Mensch,  wie erleichtert ich bin. Wie viel sicherer ich mich nun in unserer Wohnung fühle. Ich springe nicht mehr bei jedem Geräusch auf und schaue, ob/wer da ist. Ich weiß genau, es kommt keiner rein, ohne dass wir das mitbekommen.
Endlich Privatsphäre! ♥

Vor 7 Jahren

24. September 2011

Heute vor 7 Jahren wurde die Geburt eingeleitet. Ich war 18 und unglaublich nervös. Ich ahnte, dass sich mit der Geburt des Babys alles ändern würde und natürlich war es dann auch so. Ich weiß noch genau, dass ich die Nacht davor fast gar nicht schlafen konnte. Die Tasche war gepackt, der Termin im Krankenhaus stand, auch zuhause war alles bereit für die kleine Prinzessin.
Ich lag in meinem Bett, wälzte mich von der einen auf die andere Seite und war nervös, hatte Angst und wusste einfach nicht, was da genau auf mich zukommen würde, was geschehen würde, wie genau alles mit dem Baby werden würde. Ich machte mir Gedanken, was denn ist, wenn ich nicht zurecht komme? Wenn das Baby weint und ich es nicht beruhigt bekomme? Was ist, wenn ich es nachts nicht höre?
1000 Horrorvorstellungen schwirrten in meinem Kopf herum.  Erst in den frühen Morgenstunden habe ich ein wenig Schlaf gefunden und am Morgen dann auch glatt verschlafen.
Statt um 7.00 waren wir erst um 7.15 Uhr am Krankenhaus. Ich musste ans CTG und dann sollte es los gehen.
Dass sich die Kleine nicht drängen lassen würde und erst am nächsten Tag zur Welt kommen wollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Auch nicht, dass die Wehen 32 Stunden anhalten würde, ohne dass das irgendeinen Nutzen bringen würde. Und natürlich ahnte auch niemand, dass es am Ende ein Not-Kaiserschnitt werden wird.
Doch die Hauptsache war, dass das kleine Mädchen, das da nach dem Aufwachen in meine Arme gelegt wurde, gesund und munter war. Das ihr nichts fehlte. Sie lag da in meinem Arm, schlief, atmete ganz ruhig und gleichmäßig und ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Ich konnte gar nicht glauben, dass dieses kleine Geschöpf jetzt “meins” ist, dass ich mich darum kümmern darf, dass ich die Mama bin und das mein Baby. Dieser Gedanke war mir am Anfang ganz fremd und ich kam mir ganz komisch dabei vor. Doch schnell legte sich das. Schnell war dieser Gedanke einfach und selbstverständlich. Ich war einfach nur glücklich und bin es heute noch.
Auch wenn ich heute mit ganz gemischten Gefühlen daran denke, wie alt meine Prinzessin mittlerweile ist. Es ist jeden Tag auf’s Neue ganz seltsam sie anzusehen und all ihre Entwicklungsschritte, ihr Können und ihre Talente zu sehen und zu wissen dass das mal mein kleines Baby gewesen ist.

Heute ist aus dem kleinen Prinzesschen eine große Prinzessin geworden. Sie ist 120 cm groß, wiegt 21 kg und ist – nach wie vor – sehr zierlich gebaut. Sie geht nun seit gut 2 Wochen zur Schule. Sie hat einen recht großen Freundeskreis. Sie liebt Sport, Tanzen, Schwimmen und freut sich auf den Frühling, da geht es zum Reiten. Sie macht ihre Hausaufgaben nicht gerne, aber ohne zu murren. Sie beschwert sich über den schweren Ranzen, hat sich aber langsam an ihn gewöhnt. Morgens ist sie unterschiedlich gelaunt. Ist sie noch müde, habe ich einen ganz großen Morgenmuffel hier. Ist sie fit, hat sie ein absolut sonniges Gemüt. Morgens, Mittags, Abends – sie ist das Trödelkind schlechthin. Beeilen ist ein Fremdwort für sie, daher muss ich sie morgens entweder “scheuchen” oder früher wecken. Sie kommt mit älteren Kindern besonders gut zurecht und sucht sich nach Möglichkeit auch diese zum Spielen aus. Sie schwärmt seit einigen Wochen für einen Jungen. Sie liebt es mit Playmobil zu spielen, kann aber auch sehr gut eine eigene Fantasiewelt erschaffen, hierfür bevorzugt sie ihre Filly Pferdchen oder die Feen der Bayala Welt von Schleich. Aber sie rauft sich auch ganz gerne, zumindest mit dem umschwärmten Jungen. Sie ließt Fehlerfrei. Schreibt eigene kleine Geschichten und Briefe in Lautschrift. Sie kann bis 1000 sicher und darüber hinaus mit Fehlern zählen. Sie addiert bis über 100 sicher und addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert bis 100. Sie hat dank einem ganz ausgeprägtem Interesse an ihrer Umwelt ein gutes Allgemeinwissen und gibt dieses auch gerne zum Besten. Sie ist lieb, schüchtern, zurückhaltend, aufbrausend und…
…so wie sie ist, einfach perfekt.
Ich bin so froh meine kleine Prinzessin zu haben und freue mich auf alle weiteren Entwicklungsschritte, die wir gemeinsam erleben werden. ♥
Und morgen ist dann der große Tag, welcher mit Freunden und der Familie gefeiert wird.

Einschulung geschafft

20. September 2011

Die Prinzessin in der SchultüteWie ich ja bereits erwähnte, wurde meine kleine Prinzessin am 08. September eingeschult. Wie es war? Wunderschön und doch schrecklich! – Aber erstmal von Vorne:
Die Einschulung begann um 8.30 Uhr in einer katholischen Kirche. Auch wenn die Prinzessin nicht religiös erzogen wurde und weder getauft ist noch zur Kommunion gehen wird, fand ich den Gottesdienst mit dem Gesang, den Wünschen für die “I-Dötzchen” sowie die Vorführung der älteren Kinder sehr schön. Auch die Erstklässler schauten alle ganz gebannt zu. Am Ende gab es noch eine Segnung und der Gottesdienst war beendet.
Die Prinzessin stürmte dann auch gleich zu ihrem Papa, denn die Kinder waren vorne alle unter sich und ich glaube das war ihr nicht so ganz geheuer.
Leider haben wir es mit dem Wetter nicht sonderlich gut getroffen, sodass wir im Anschluss im strömenden Regen zur Schule gelaufen sind.  Dort angekommen gab es noch eine Hofpause für die Kinder und im Anschluss ging es in die kleine Aula der Schule. Dort führten die Kinder der 3. Klasse ein Theaterstück vor. Und das haben sie wirklich super gemacht. Vor Allem wenn man bedenkt, das sie 6 Wochen Ferien zwischen dem Einüben und dem Aufführen des Stücks hatten!  :thumbsup:
Daraufhin wurde dann zunächst einmal die Klasse 1a aufgerufen und ist mit der Lehrerin in das neue Klassenzimmer gegangen. Dann war die Prinzessin und ihre Klasse dran. Doch… Keine Lehrerin in Sicht?! Der Direktor erklärte das er die Klasse übernehmen würde, da die Klassenlehrerin einen Unfall hatte und entsprechend nicht da sein kann und wohl noch einige Zeit fehlen wird. Doof, aber nicht änderbar.
Die Kinder sind dann zu ihrem Klassenzimmer gegangen und bekamen alle einen Aufkleber mit ihrem Namen auf die Hand. Der Liebste, Frau Schwiegermonster und Miss BamBam, wir alle haben uns noch die Klasse angesehen, dem kleinen Nervenbündel viel Glück und Erfolg gewünscht und sind rausgehuscht. Die erste Schulstunde sollte beginnen.
Wir Eltern und Erwachsenen Gäste wurden derweil mit Kaffee, Kuchen, Brötchen und allerlei anderen Leckereien verwöhnt.
Nach etwa einer Schulstunde kamen dann die frischgebackenen Schüler aus der Klasse. Und die Prinzessin hat prompt ihren Ranzen an ihrem Platz stehen gelassen – typisch :smile:
Die Prinzessin beim Geschenke auspackenSie wurde von uns mit ihrer Schultüte in Empfang genommen und sollte sich dann noch mit ihrer Klasse in der Aula für ein Klassenfoto aufstellen. Das war dann zu viel verlangt und sie schaut auf keinem einzigen Bild auch nur halbwegs glücklich in die Kamera. Zum Einen war ihr der Ranzen zu schwer, zum Anderen dann auch noch die Schultüte. Und zu guter Letzt war sie immer noch ein totales Nervenbündel. Meine kleine Prinzessin eben  :wink:
Wir sind dann im Anschluss heim gefahren, haben ihre Gäste (Frau Schwiegermonster, Miss BamBam, Oma & Opa, Papa, Uroma & Uropa) mit Kaffee, Kuchen und Muffins versorgt und der Prinzessin beim Auspacken ihrer Schultüte zugesehen.

Nachdem die Feierlichkeiten dann beendet waren, sind alle Gäste heim gefahren, die Prinzessin hat ihre ersten Hausaufgaben erledigt und fing gleich schon zu jammern an, das wäre alles sooo anstrengend – wie sollte es auch anders sein?

Ich fand den Tag auf der einen Seite herrlich schön. Auf der anderen Seite hatte ich auch den Eindruck, dass meine kleine Prinzessin gleich um einiges älter wirkte, als sie das erste mal aus ihrem Klassenzimmer kam. Ich weiß auch nicht. Mein Baby ist keins mehr, und das ist im ersten Moment nicht so leicht zu verkraften  :shocked:

In Kürze: Einschulung!

06. September 2011

Schultüte EinhornAm Donnerstag ist die Einschulung der Prinzessin. Dieses Jahr. Im September. In weniger als 2 Tagen habe ich ein Schulkind. Wie es mir damit geht? Seltsam! Die Prinzessin freut sich, natürlich. Ich auch. Irgendwie. Auf der anderen Seite beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt. Ich fürchte das “groß werden” wird von da an viel viel schneller gehen.
Momentan weiß ich gar nicht, wer aufgeregter ist. Die Prinzessin oder ich? Ich muss gestehen, ich gehe davon aus, dass ich es bin. Die Prinzessin ist relativ beruhigt. Sie ließt, schreibt und rechnet bereits ziemlich sicher, “Angst” vor dem Lernstoff hat sie nicht. Die Kinder kennt sie alle. Die OGS hat sie in den letzten beiden Wochen auswärts erlebt (die Schule wurde umgebaut) und in den letzten beiden Tagen nun auch den richtigen Raum. Einzig ihre Lehrerin/nen kennen wir noch nicht. Aber auch da geht sie gelassen dran.
Bereits im Kindergarten hat sie eine Schultüte gebastelt. Diese gefiel ihr aber nicht, nachdem sie die Einhorn-Schultüte bei AmazonSchultüte bei Amazon gesehen hat. Schnell noch bestellt und heute fertig gebastelt. Nun ist sie zufrieden.
Die Schulsachen sind besorgt. Der Ranzen ist gepackt. Die Schultüte ist fertig. Das Füllmaterial ist besorgt. Das Outfit der Prinzessin steht fest. Die Gäste sind geladen. Alles wartet auf den “Startschuss in den Ernst des Lebens”.

Ich bin natürlich wahnsinnig stolz auf meine kleine große Prinzessin. Aber ich staune auch, wie schnell die Zeit vergangen ist. Sie ist fast 7 Jahre alt! 7 Jahre bin ich schon Mama! Wann sind die Jahre vergangen? Wo ist die Zeit bloß geblieben? Ich kann es wirklich gar nicht fassen, nicht in Worten beschreiben, wie sich das anfühlt.
Doch ich freue mich auch. Auf den neuen Lebensabschnitt. Auf die neuen Erfahrungen die wir gemeinsam sammeln werden. Auf all die Dinge, die der Schuleintritt mit sich bringen wird. Und ich bin nervös. Sehr!

Ich lenke mich mit den 1000 Dingen ab, die gemacht werden mussten. Morgen wird wieder ein stressiger Tag, aber danach ist es ja auch geschafft. In den letzten Tagen habe ich ein paar Infos gesammelt, wie genau die OGS abläuft.
Nachdem der Unterricht beendet ist, kommen die Erstklässler in die OGS. Gemeinsam gehen sie dann runter in den Kindergarten und essen dort zu Mittag. Im Anschluss geht es dann wieder hoch in die Schule. Die OGS hat 3 Räume zur Verfügung. Im Hauptraum haben die Erstklässler 30 bis 45 min. Zeit um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Mehr Zeit sollen sie nicht brauchen. Werden die Hausaufgaben in dieser Zeit geschafft, schaut die diensthabende Erzieherin/Lehrerin diese nach. Werden die Hausaufgaben nicht geschafft, gibt es einen Vermerk ins Heft. Nicht für die Eltern zum Nachholen, sondern für die Lehrer. Hat das Kind nicht getrödelt oder geträumt, wird dem Lehrer mitgeteilt dass dies wohl zu viele Hausaufgaben gewesen sind.
Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: Die Erstklässler können frei spielen. Entweder in den Räumlichkeiten der OGS, oder – bei entsprechendem Wetter – draußen. In der Zwischenzeit kommt der nächste Schwung Schüler, geht Mittagessen und kommt für die Hausaufgaben wieder in die Schule.
Soweit die Theorie. Ich bin gespannt auf die Praxis und werde erzählen. :nervous:

 
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