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Traumbergwichteln: das Auspacken

23. Dezember 2011

Wichteln ButtonEigentlich wollten wir ja erst morgen früh auspacken. Eigentlich. Aber die Prinzessin war so aufgeregt und hibbelig, da haben wir kurzerhand entschieden, dass wir es heute schon machen.
Sie konnte es gar nicht glauben und dachte zunächst, ich “veräppele” sie, doch dem war nicht so…
Das Ganze habe ich natürlich auch bildlich festgehalten. Fotos, auf denen die Prinzessin nicht/nur zum Teil zu sehen ist, gibt es öffentlich. Die Anderen werden nach den Weihnachtstagen in einem separaten Artikel zu finden sein. Bitte entschuldigt, aber heute ist es zu spät, morgen steht noch einiges an. Und backen wollen wir nun auch noch. :wink:
Das Passwort erhaltet Ihr dann gerne – nach einer Mail an mich.

Das Paket… es wartet…
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Nach einiger Skepsis ging es dann doch ans Auspacken. Zunächst beförderte die Prinzessin ein riesiges Glas zu Tage. Ein Glas voller Backzutaten, mit einer Anleitung wie man die Brownies zubereitet. Wie genial ist diese Idee denn bitte? Wir sind hin und weg und werden morgen die Zeit zwischen Mittagessen und dem Krippenspiel in der Kirche mit backen überbrücken! 

Als Nächstes: Eine Rolle!
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Die Prinzessin liebt malen und gemaltes! Über das Bild unseres Wichtelkindes hat sie sich total gefreut und möchte es in ihrem Zimmer aufhängen! Auch war sie sehr beeindruckt, wie schön die “Kleine” gemalt hat. Erst Recht als sie gehört hat, dass sie erst 4 1/2 Jahre alt ist!

Dann fischte sie ein sehr hübsch verpacktes Päckchen aus dem Paket, piddelte ganz vorsichtig das Tesa vom Geschenkpapier und freute sich unheimlich über das Spiel von den 4Pferdefreunden:
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Ich wollte in das Paket reinsehen, doch die Prinzessin protestierte. Hatte sie doch soeben ein Schächtelchen entdeckt:
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Sie jauchzte förmlich “Ein Anhänger! Sowas habe ich ja noch gar nicht!”. Dieser soll jetzt irgendwie mit in die Schule. Am Ranzen ist ihr das zu schade, da könnte man diesen wundervollen Anhänger verlieren. Nun soll das Filly-Pferdchen am Mäppchen weichen!

Ein Griff und die Prinzessin hatte noch etwas toll verpacktes in der Hand. Sie war im Begriff auszupacken, da stockte sie und reichte es dem Liebsten. Für sie sollte das nicht sein…
Der Liebste packte aus und staunte nicht schlecht: MugRugs! Selbstgemacht! Weihnachtlich! Toll!!!
Wir schauten uns diese wundervollen Teile ganz genau an. So schöner Stoff, diese tollen Nähte: 

Derweil war die Prinzessin schon wieder am Paket am friemeln. Noch etwas? Äh, sollte nicht langsam genug sein?!
Doch nein, sie zog ein pyramidenähnliches Gebilde aus dem Paket und begann sogleich fleißig das Band zu lösen. Ganz vorsichtig, denn auch hier rief sie gleich “Das ist so schön, das muss ich aufheben!”. Am Ende hatte sie… WoW… ein wundervolles, selbstgenähtes Tuch in der Hand!!! Wir staunten alle nicht schlecht! So etwas genial schönes. Perfekte Farben. Perfekte Größe. Toll!!!
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Sie hat noch die Naschis beiseite gepackt (DANKE, dass es nicht so viel war, wir versinken im Süßkram von den Großeltern!”)…
Zum Schluss wurden die Regeln des Spiels studiert:
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Liebe AntFriAnn, liebe Annabelle,
wir möchten uns ganz herzlich für dieses wundervolle Paket bedanken! All diese niedlichen Details, diese tollen Geschenke für uns alle, die Bastel- und Backidee: Wir sind schier aus dem Häuschen – nein ehrlich! Mit so etwas tollem haben wir so absolut gar nicht gerechnet!
Vielen lieben Dank, Ihr habt uns die Wartezeit bis morgen so toll versüßt und verkürzt! Die Prinzessin hat den Abend über die Regeln des neuen Spiels durchgelesen und fix ausprobiert, wie sich das spielt. Die Bastelvorlage wollte sie gleich nutzen, da mussten wir sie bremsen – das wird morgen nachgeholt, während die Brownies im Ofen sind.
Wir wünschen Euch ein wundervolles, besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben und hoffen, dass all Eure Träume in Erfüllung gehen werden.

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***

Liebe Tanja,
auch bei Dir möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Dafür, dass ich mitmachen durfte. Dafür, dass Du dieses Wahnsinnsprojekt organisiert hast. Dafür, dass Du Dir so viel Zeit genommen und Arbeit gemacht hast, “nur” um so viele Kinder- und auch Elternaugen zum Leuchten zu bringen: Danke 

Voll da…und doch nicht!

21. Dezember 2011

In den letzten Wochen gab es hier nicht viel zu lesen. So kurz vor Weihnachten, ist es eher stressig um uns herum, daher blieb der Alltagsschrott im Kopf und konnte nicht niedergeschrieben werden. Einen kleinen Umriss gibt es aber.

Schule: Es gab eine kleine, aber sehr süße Weihnachtsfeier in der Schule der Prinzessin. Nur mit ihrer Klasse. Und mit ihrer eigentlichen Lehrerin, die ist nämlich wieder gesundet und hat “ihre Kinder” nun übernommen. Auf der Weihnachtsfeier hat die Prinzessin eins der 3 Lesekinder gemacht und war hervorragend. Ihre Parts hörte man bis hinten hin, denn – trotz Schüchternheit – sie las unheimlich laut, damit sie alle hören!
Schnee: In der Nacht zu Nikolaus gab es bei uns den ersten Schnee. Die Kinder waren begeistert, wir Erwachsenen eher weniger, denn Schnee bedeutet auch (etwa 200qm großen Hof, einen Hof im Garten und den Weg zum Komposter) Schnee schieben. Arme und Rücken tuen weh und das – wenn’s schlecht läuft – auch mehrfach am Tag.
Wichteln bei den BSM: Das Wichteln bei den Bastel-Scrap-Mamas hatte am 6. Dezember den Höhepunkt. Bisher war dies mein erstes Wichteln dort und ich fand es total schön. Mein Wichtelgeschenk war ein ganz wundervolles, ich habe mich sehr gefreut.
Meinem Wichtel habe ich das Geschenk gar persönlich vorbei gebracht, da das Päckchen ansonsten nicht rechtzeitig angekommen wäre (blöde Post!) und mein “Wichtelkind” hat sich sehr darüber gefreut.
Buchwichteln: Ausgepackt habe ich natürlich noch nicht. Bekommen habe ich aber schon ein Päckchen und bin gespannt, was drin ist. Mein Buch habe ich auch versendet und hab durch Zufall erfahren, dass es angekommen ist. Ich bin gespannt wie der Empfänger es findet.
Traumbergwichteln: Ich hab mir 1000 Gedanken gemacht, was ich dem kleinen Wicht einpacken kann – am Ende hab ich dann einige tolle Dinge gefunden und konnte mich kaum entscheiden. Auch die Mama habe ich bedacht und hoffe der Inhalt des Pakets kommt gut an. Am Donnerstag wird wohl ausgepackt *hibbel*
Auch unser Paket kam an – Danke lieber Wichtel. Das Paket ist hübsch verpackt und schaut riesig aus! Die Prinzessin schlich schon drum herum, schüttelte und rüttelte vorsichtig dran, fühlte und roch ebenfalls – doch das Paket verrät nichts. Gnihihi. Samstag morgen darf sie auspacken. Ein Kompromiss. Und auch ich bin sehr gespannt, was denn feines drin sein wird.
Gewonnen: Die liebe Anja hat auf Bücherzauber einen ganz tollen Adventskalender organisiert. Hier habe ich 2x teilgenommen und beide Male gewonnen. Ein tolles Buch und noch ein Lesezeichen. Zu genial, ich freue’ mich wahnsinnig!
Facebook: Schon seit einiger Zeit bin ich bei Facebook unterwegs, bisher hatte ich keine Probleme dort. Doch kürzlich wurde eine Internet-Bekannte zum Grund meine Freunde-Liste nochmal zu überdenken und auszumisten. Viele “kannte” ich durch Foren, die Galerien, CT’s oder ähnliches – nun sind alle raus, mit denen ich weniger zu tun hab. Öffentliche Inhalte kann weiterhin jeder abonnieren, aber “Freunde” werden nur noch Leute, die ich mag und/oder kenne. Punkt. Ohne Ausnahmen.
Weihnachtsgeschenke: Irre, aber ich habe dieses Jahr alle Weihnachtsgeschenke bereits vor dem 12. Dezember zumindest bestellt gehabt. Seit dem 18. ist sogar (fast) alles verpackt und verschenkfertig versteckt. Ich bin so happy.
Silvester: Unser Plan Silvester in Amsterdam zu verbringen fällt ins Wasser. All unser Erspartes geht auf Anwaltskosten um den plötzlich aufgetretenen Sorgerechtsstreit mit des Prinzesschens Papa drauf. Ist aber nun wichtiger und hat Vorrang.
Gesundheit: Nachdem meine letzte Krankheit doch noch nicht sooo lange her ist, hat es mich nun wieder erwischt. Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen. Keine Mandelentzündung. Ich jammere gar nicht erst, es könnte schlimmer kommen.
Rezepte & Lieblinks: Ich wollte Sonntags Rezepte und Freitags Links einstellen, das hat bisher nur mäßig geklappt. Sicherlich werde ich hier und da wieder welche Posten, aber nicht mehr in diesem Jahr. Stress um die Feiertage, man kennt das ja.
Unterwegs: Wie es sich in der Vorweihnachtszeit so ergibt, ist man eigentlich täglich unterwegs, hat aber dennoch das Gefühl nichts geschafft zu haben. So waren wir auf Weihnachtsmärkten, auf Shoppingtouren, beim Sport, einkaufen, im Kino, etwa Essen. All sowas eben.
Sport: Mindestens ein- und höchstens dreimal die Woche ging es ins Studio. Auspowern, manchmal muss das einfach sein. Und am Ende fühle ich mich jedes Mal besser als vorher.
Kino: Der Liebste und ich, wir waren in Breaking Dawn. Toll war es. <3
Heiligabend: Seit Ewigkeiten freue ich mich wieder einmal auf Weihnachten. Der Liebste, die Prinzessin und ich werden bei Frau Schwiegermonster, Herr Schwiegerdrache und Miss BamBam mitfeiern. Ebenso Lady Gagga. 
Weihnachtsbaum
: Noch haben wir gar keinen, doch eigentlich wollte ich ihn bei uns schon um den 4. Advent herum stehen haben. Da wir nebenan mitfeiern, hätte ich gerne etwas mehr davon gehabt. Der Liebste will ihn aber unbedingt selbst schlagen, aber dazu muss man erst die Zeit finden *seufz*

Das war’s. Für’s Erste. Genügend input.

bumm-bumm-bumm

29. November 2011

Es ist früher Abend. Wir sitzen am Küchentisch und basteln. Der Liebste arbeitet mit dem Bastelmesser und schneidet einen Stern aus, die Prinzessin schneidet viele kleine Sterne aus Transparentpapier und ich schneide zwei große Sterne, ebenfalls aus Transparentpapier.
Wir schrecken von einem lauten bumm-bumm-bumm am Boden auf.
Ich schlage vor, Lady Gagga zu fragen, was los ist. Der Liebste ist dagegen, er möchte es ignorieren. Sie kann schließlich auch die Klingel nehmen, statt an die Decke zu bollern.
Kurze Zeit später erneuter Krach. Diesmal an der Wohnungstür. Der Liebste geht runter…

der Liebste: WAS? (ziemlich sauer)
Lady Gagga: Also! Das geht so nicht! Ihr könnt da nicht die ganze Zeit rumtrampeln! Ich bin ja geduldig, aber das reicht! Das MUSS aufhören!
der Liebste: Oma, wir basteln! Wir sitzen alle am Tisch und haben uns keinen Millimeter bewegt! Bei uns trampelt ganz sicher niemand herum!
Lady Gagga: Ja, äh… Aber… Irgendwoher muss das ja herkommen! Und bei mir ist niemand! 

Den weiteren Verlauf des Gesprächs bekomme ich nicht mit, der Liebste geht mit seiner Oma aus dem Flur in die Küche.
Im Anschluss unterhalten wir uns entsetzt darüber.
Hat sie nicht mitbekommen/vergessen dass sie selbst gebollert hat? Oder hat sie Halluzinationen? Oder was bezweckt sie damit, uns ständig des Krachs zu bezichtigen?
Wobei sie vorher schon einmal andeutete, ich solle ausziehen. Nachdem der Liebste ihr aber klar machte, dass er auch geht, wenn ich gehen muss, hat sie diesbezüglich nichts weiter gesagt. Neue Taktik? Oder ist es ihre Krankheit?

Der erste Elternsprechtag

23. November 2011

Heute war es soweit, unser erster Elternsprechtag stand an. Schon seit Tagen war ich ein wenig nervös und aufgeregt. Doch der Liebste versuchte mich zu beruhigen. Und eigentlich hatte er ja auch Recht. Ich sehe ja ihre Hausaufgaben, was sie kann und wie sie es macht. Dennoch blieben die Gedanken. Wie es der Prinzessin in der Schule wohl so geht? Wie sehen die Lehrer ihre Leistung? Was kann sie gut? Was gar nicht? Wie kommt sie mit? Wie gut hat sie sich im Klassenverband eingelebt? Hat sie irgendwo Schwierigkeiten? Langweilt sie sich? Beurteilen die Lehrer sie genauso, wie sie sich selbst?
Leider hat sie nach wie vor nicht ihre “eigentliche Klassenlehrerin”. Diese fehlte bereits bei der Einschulung. Anfangs hat der Direktor die Klasse komplett übernommen, denn die Lehrerin sollte bald wiederkommen. Nachdem dies aber nicht mehr absehbar war, bekam die Klasse eine weitere Lehrerin, der Direktor ist eben noch mit anderen Dingen beschäftigt und muss entsprechend oft weg. Diese “Springerin” ist immer noch da und heute erzählte die Prinzessin, dass sie eine weitere Lehrerin bekommen haben. Nun gehe ich davon aus, dass es dabei bleiben wird und die eigentliche Klassenlehrerin nicht wieder kommt.
Was gibt es über die Prinzessin zu sagen? Zunächst einmal bekam ich nur ganz viel Lob zu hören.
* Sie ließt ganz wunderbar. Besser als die sehr guten 4tklässler.
* Sie schreibt entsprechend gut. Vieles bereits nach der korrekten Rechtschreibung.
* Sie schreibt kleine Geschichten, ebenfalls korrekt – auch bei schwierigen Wörtern (Pferd, Eichhörnchen, Kastanien).
* Sie ist sehr genau und motiviert.
* Sie kennt alle Zahlen.
* Sie rechnet sehr sicher und macht dabei keine Fehler.
* Sie hilft anderen Kindern viel.
* Sie ist in der Klasse gut angekommen und erfreut sich einer großen Beliebtheit.
* Diktate und Tests hat sie bisher alle sehr gut gemeistert.
Aber es gab auch ein paar negative Punkte.
* Sie meldet sich sehr wenig und beteiligt sich kaum am Unterricht.
* Sie träumt viel vor sich hin.
* Sie “liegt” halb auf dem Tisch.
* Sie quasselt zwischendrin (ließt anderen Kindern etwas vor, hilft ihnen zu viel etc.).
* Sie trödelt viel, erledigt Sachen nach Ankündigung dann aber schnell und bringt so Flüchtigkeitsfehler ein.

Wir waren Stolz wie Oskar. Wie sollte es auch anders sein?
Da sie ja zu den spät eingeschulten Kindern gehörte, habe ich mir Sorgen gemacht. Auch wegen dem Klassenverband, ob sie ankommt und aufgenommen wird. Hier kennen sich die Kinder geschlossen spätestens seit dem Start im Kindergarten, manche bereits früher. Die Prinzessin aber war nur einen Monat dabei. Doch offenbar war das gar kein Problem. Sie hat viele Freunde und will sich täglich mit den unterschiedlichsten Kindern verabreden.
Die späte Einschulung hat ihr geholfen, ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sehr gestärkt. Sie ist emotional gefestigt und absolut bereit für die Schule.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie Stolz und froh ich bin. ♥

das Kochen und der Herd

15. November 2011

Lady Gagga kocht schon seit einem Weilchen nicht mehr selbst. Anfangs hat sie die Mittagsmahlzeiten vom caritativen Pflegedienst gebracht bekommen, doch sie hatte immer etwas daran auszusetzen (zu salzig, zu lasch, zu scharf, zu viel, zu wenig…). Also bestellte Frau Schwiegermonster den Dienst ab und versorgt sie seither mit. So bekommt sie nun ihr tägliches Mittagessen von Nebenan, zwischen 12 und 13 Uhr.
Da Frau Schwiegermonster und Herr Schwiegerdrache mit Miss BamBam aber aktuell auf La Gomera weilen, versorgen wir Lady Gagga natürlich mit.
Pünktlich um 12 Uhr brachte ich ihr also ihr Essen.
Als ich aber ihre Küche betrat, sah ich sie am Herd stehen. Ein Topf auf einer Platte. Rein sehen konnte ich nicht, aber ich konnte erkennen, dass die Herdplatte an ist.

Ich: Ich habe hier Dein Mittagessen.
Lady Gagga: Och… Ah… Ich wollte auch grad anfangen.
Ich: Ach, brauchst Du doch nicht. Wir bekochen Dich schon mit.
Lady Gagga: Ja… Gut… Dann brauche ich ja jetzt nicht mehr…

Ich war zwar erstaunt, denn diese Routine müsste sie ja nun schon kennen, sagte aber nichts dazu. Hat sie wahrscheinlich einfach wieder vergessen.
Sie fragte mich dann noch, ob ich einen Dosenöffner habe, sie hätte da Ananas, die sie gerne zum Nachtisch essen würde. Als ich ihr dann den Öffner brachte und die Dose öffnete, konnte ich beobachten, wie sie eine riesige Ladung gekochter Nudeln in den zuvor erhitzten Topf schmiss. Dabei kam ein lautes zischen aus dem Topf, was den Eindruck vermittelte, dass im Topf nichts weiter drin war (Wasser, Öl, etc.).

Der Liebste und ich machten uns dann abends so unsere Gedanken. Lady Gagga hat schon mal Wutanfälle und erzählt ihrer Schwester dann, wie schrecklich alles sei und dass sie am Liebsten das ganze Haus anzünden würde. Da klingelten bei uns dann natürlich die Alarmglocken. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sie mit dem Herd offensichtlich überfordert ist. Was ist, wenn sie was zum Kochen aufsetzt und es dann vergisst? Das Haus mit Absicht anzünden haben wir ihr erschwert, indem sämtliche Streichhölzer und Feuerzeuge entfernt wurden. So kann sie auch den Kohleofen nicht mehr zum Verbrennen von Plastikmüll verwenden…
Doch auf Dauer gesehen, wird sie sich wahrscheinlich nicht weiter selbst versorgen können und vor allem auch dürfen. Wenn sie für sich und andere eine Gefahr darstellt, müssen wir schauen. Aktuell ist sie zwar oft verwirrt, kann sich aber soweit noch selbst versorgen (bis auf das Mittagessen eben).
Wir warten also erstmal ab und hoffen, dass die Krankheit nicht all zu schnell voran schreitet.

St. Martinszug

14. November 2011

St. Martin Laterne SternSt. Martin 2011 war für uns alle irgendwie ganz seltsam. Laut Veranstaltungskalender sollte es eine kleine Vorführung vor der kath. Kirche geben und dann sollte der Zug gehen.
In der Realität sah das dann so aus, dass höchstens 5 Min. etwas vorgelesen wurde. Ich schreibe “etwas” weil man eigentlich nur vereinzelte Wörter verstand. Ich denke es sollte die Martinsgeschichte im Schnelldurchlauf sein?!
Dann ging der Zug. Erst spielte  das (kleine) Orchester, dann sollte gesungen werden. Im Endeffekt spielte das Orchester in unregelmäßigen Abständen kurze Melodien. Keiner sang. Die Kinder unterhielten sich, ebenso die Eltern.
Im Allgemeinen war es ein sehr kleiner Zug. Ich hätte mir da etwas mehr drunter vorgestellt.

Das Highlight war das Ende: Wir kamen an der Kirche an und es wurde Backwerk verkauft. Wir stellten uns an und ich unterhielt mich mit dem Liebsten über Weckmänner.
Die Mutter einer Freundin der Prinzessin schaltete sich ein und fragte “Wie nennst Du die Dinger?” – “Weckmänner!?” – “Haha, ist ja lustig. Das sind Stutenkerle!
Also ehrlich! Hier ist ja einiges anders als im Rheinland!
- Sie sagen ständig “Woll?”
- Es gibt kein Martinsfeuer
- Kinder gehen an St. Martin nicht schnörzen
- An Karneval gehen die Kinder “Lütteke singen” (statt an St. Martin!)
- Es gibt ein Osterfeuer
- Weckmänner heißen hier Stutenkerle
- Der Ranzen wird Tornister (von den Kindern “Tonni”) genannt

Ich wusste ja, dass auf dem Land einiges anders ist, aber es sammelt sich doch ein bisschen was an.
Die Prinzessin findet das alles aber nicht störend und erfährt diese Dinge eben alle neu.
Ihren Ranzen nennt sie auch schon “Tonni”. Nur “Woll?” sagt sie noch nicht. Ich bin gespannt wie lange das noch dauert.
Daran erkennt man nämlich noch ganz gut, das wir nicht von hier sind. :lol:

Silvester 2011 – was tun?

12. November 2011

Feuerwerk Silvester

Bislang habe ich Silvester auf die unterschiedlichsten Arten gefeiert. Als die Prinzessin noch klein war feierten wir zu Hause. Nachdem sie etwas größer war und aufbleiben durfte, feierten wir ihr erstes “echtes” Silvester bei einer damaligen ♥-Freundin. Darauf das Jahr mit dem
Liebsten bei mir daheim. Letztes Jahr wurde die Prinzessin gefragt, ob sie bei Oma & Opa mit der Großcousine und einigen anderen aus der Familie feiern möchte. Sie wollte und ich hatte natürlich nichts dagegen. Nun wurde sie auch für dieses Jahr gefragt und war ganz begeistert davon. Letztes Jahr hat ihr das wohl sehr gefallen.
Da wir es dieses Jahr nun frühzeitig wissen, planen der Liebste und ich nun, was wir an Silvester machen könnten. Einige Ideen hatten wir schon:
- England: Um genau zu sein, London. Aber die Fahrt dahin ist zu weit für so eine kurze Zeit.
- Holland: Amsterdam. Hier schauen wir noch nach einer bezahlbaren Übernachtungsmöglichkeit.
- Berlin: Am Brandenburger Tor. Klingt toll, doch wo schlafen?
- Hamburg: Das selbe Problem wie bei Berlin.
- Norwegen: Ab Hamburg mit der Fähre rüber nach Oslo. Wir schauen noch, ob/wie das realisierbar ist.

In Endeffekt tendieren wir am Meisten zu Amsterdam oder Oslo. Beides klingt toll und ist mal was anderes. Wir erkundigen uns aktuell noch.
Wir hätten auch eigentlich einen Schlafplatz zum mitnehmen: einen Wohnwagen. Doch finde mal einen Campingplatz im Winter. :horrified:

Wie feiert Ihr Silvester denn so? Mit Kind?
Auch die Nicht-Eltern, was macht Ihr? Wo kann man gut feiern?

neues Schloss

11. November 2011

Wohnungstür SchlossIch berichtete ja bereits, dass wir uns – nachdem Lady Gagga schlecht geschlafen hat – ein neues Schloss für unsere Wohnungseingangstür zugelegt haben.
Nun ist es aber so, dass besagtes Schloss ein einfaches Zimmerschloss war und wir fanden es immer ätzend, wenn wir runter mussten um abzuschließen. Da wir daran auch nicht immer dachten, schlich sich die Dame öfter hoch, belauschte uns aus dem Flur heraus oder erschreckte uns mit ihrem einfachen erscheinen in einem Raum.
Nachdem es diesbezüglich einige weitere Vorfälle gegeben hat, sind der Liebste und ich die Tage also losgezogen und haben uns nochmal ein neues Schloss zugelegt. Dieses Mal allerdings ein Wohnungsschloss, welches beim bloßen zuziehen von außen nur mit einem Schlüssel zu öffnen ist.
Es glaubt mir wohl kein Mensch,  wie erleichtert ich bin. Wie viel sicherer ich mich nun in unserer Wohnung fühle. Ich springe nicht mehr bei jedem Geräusch auf und schaue, ob/wer da ist. Ich weiß genau, es kommt keiner rein, ohne dass wir das mitbekommen.
Endlich Privatsphäre! ♥

Kinder vor der Tür

24. Oktober 2011

Der Liebste, Frau Schwiegermonster und ich sitzen bei uns oben am Esstisch und trinken einen Kaffee. Die Prinzessin und Miss BamBam waren im Garten, die Hintertür war aber offen, sodass sie jederzeit rein kommen könnten – dachten wir jedenfalls.
Plötzlich steht Lady Gagga ganz aufgeregt in der Türe – wie immer haben wir uns tierisch erschrocken, denn sie klopft und klingelt nicht.  :thumbsdown:

Lady Gagga: Die Kinder randalieren! Sie wollen rein!?
Frau Schwiegermonster:  Ja, dann lass sie doch einfach rein…?!
Lady Gagga: Ach? Die dürfen rein? … Ich dachte ihr wolltet eure Ruhe…?! 

(Natürlich durften die Kinder rein, wieso auch nicht? )
Ich musste mich ein wenig beherrschen, denn in meinem Kopf sah ich eine 7- und eine 5jährige randalierend – grandioses Bild!  :lol:

Wenn krank, dann richtig!

20. Oktober 2011

Ich bin ein Mensch der eigentlich mit ganz guten Abwehrkräften gesegnet ist. Krank werde ich nur selten, doch wenn, dann erwischt es mich gleich richtig.
In der Regel geschieht das etwa 1x im Jahr. Und dann ist es eine Mandelentzündung. Mein “gesundes Jahr” war schon im Februar rum und ich wunderte mich, wollte aber auch nicht meckern. Doch letzte Woche, da hat es mich dann doch noch erwischt.
MedizinIch wachte mit Halsschmerzen auf, ignorierte sie aber erstmal. Wir frühstückten, brachten die Prinzessin zur Schule, der Liebste fuhr zur Uni und ich machte mich an den Haushalt. Gegen Mittag war ich fertig, nicht nur mit dem Haushalt. Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Fieber. Schüttelfrost. Schwitzattacken. Das volle Programm.
Ich legte mich auf die Couch, stellte meinen Laptop auf den Wohnzimmertisch und  schaute Dr. House – im TV läuft ja eh nichts.
Nachmittags musste ich dann noch den Liebsten vom Bahnhof abholen, was weder einfach noch besonders angenehm war.
Den Rest des Tages verbrachte ich mit House schauen und schlafen.
Am Dienstag wäre ich eigentlich dran gewesen die Kinder zu ihrem Schwimmkurs zu fahren, doch daran war nicht zu denken. Da der Liebste aber nicht jeden Tag Uni hat, war dies zum Glück kein Problem und er übernahm meinen Fahrdienst. Auf dem Rückweg brachte er mir dann auch noch diverse Medizin mit. Überhaupt hat er sich hier während meiner Krankheit ganz lieb um alles gekümmert. Von Kleinigkeiten wie den Frühstückstisch decken, der Prinzessin ihr Schulbrot schmieren und Kochen bis hin zu meinem Fahrdienst und allen möglichen anderen Dingen.
Ich wüsste gar nicht, wie ich das ohne ihn geschafft hätte ♥

Dr. HouseAm Mittwoch jedenfalls wurden die Halsschmerzen weiterhin schlimmer, statt besser. Im Spiegel konnte ich meine Mandeln sehen und auch das atmen wurde schwierig. Ich ging dann also doch zum Arzt. Dieser diagnostizierte eine eitrige Mandelentzündung und verschrieb mir Penicillin. Seit Freitag geht es mir nun deutlich besser und ich nehme wieder aktiv am Leben teil.
Seit Sonntag kränkelt nun aber der Liebste vor sich hin. Und auch die Prinzessin hat einen hartnäckigen Schnupfen. Darüber hinaus hat Miss BamBam seit Vorgestern eine Mittelohrentzündung und musste den Schwimmkurs abbrechen. Doppelt schlimm für die arme Maus. Herr Schwiegerdrache hat auch eine Mandelentzündung. Und als wäre das nicht genug, bahnt sich bei mir nun auch noch ein Magen-Darm-Virus an. Lediglich Lady Gagga und Frau Schwiegermonster sind bislang verschont geblieben.

Unser Krankenlager jedenfalls ist voll eröffnet.

(Das einzig Positive ist, dass ich während meiner Krankheitstage 4,9 kg abgenommen habe – glaube aber noch nicht so recht an den Erfolg und gehe davon aus, dass das nicht einfach weg bleibt – mal sehen)

 
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